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Pressemitteilung 27.02.2018

"Geht uns die Arbeit aus?"

Unter dem Titel ''Geht uns die Arbeit aus? Beschäftigungseffekte der Digitalisierung in Deutschland und NRW'' veröffentlicht CPS.HUB NRW eine vergleichende Analyse von Studienergebnissen zur Höhe des Substitutionspotenzials von Arbeitsplätzen in Deutschland und NRW. Aufgrund unterschiedlicher Studienergebnisse in berufsbasierten und tätigkeitsbasierten Studien leistet die Veröffentlichung einen Beitrag, besser einschätzen zu können, wie hoch das Substitutionspotenzial von Arbeitsplätzen gegenwärtig ist und zukünftig sein wird.

Die Frage nach dem Wegfall von Arbeitsplätzen durch die zunehmend fortschreitende technologische Entwicklung in den Bereichen der künstlichen Intelligenz und Robotik ist in regelmäßigen Abständen im Fokus der Medien. So auch aktuell wieder: Erst kürzlich erfolgte die Aktualisierung einer Studie des IAB, die eine Neubeurteilung der Substitutionspotenziale von Arbeitsplätzen vornimmt, weil viele neue Technologien marktreif geworden sind. Innerhalb von drei Jahren ist dabei der Anteil von Beschäftigten in Berufen mit hohem Substitutionspotenzial signifikant von 15 Prozent auf 25 Prozent gestiegen. 

Berufsbasierte Studien dagegen prognostizieren, dass in den nächsten zehn bis 20 Jahren etwa die Hälfte der Berufe durch künstliche Intelligenz und Roboter ersetzt werden könnten. Eine breite mediale Bekanntheit erreichte hierbei die Studie von Frey und Osborne. Als Reaktion auf berufsbasierte Studien erschienen im deutschen Raum vermehrt Studien mit einem tätigkeitsbasierten Ansatz. Im Vergleich zu berufsbasierten Studien, die das Substitutionspotenzial ganzer Berufe abschätzen, ermitteln tätigkeitsbasierte Studien das Substitutionspotenzial von Tätigkeiten, aus denen sich ein Beruf zusammensetzt. Auf diese Weise errechnen tätigkeitsbasierte Studien aus den Jahren 2015 und 2016 ein Substitutionspotenzial von Arbeitsplätzen zwischen etwa zehn und 15 Prozent.

Die Diskrepanz in den Studienergebnissen war für CPS.HUB der Anlass, die relevanten berufsbasierten und tätigkeitsbasierten Studien auszuwerten und miteinander zu vergleichen. Die Auswertung einer berufsbasierten Studie mit Fokus auf Nordrhein-Westfalen hat gezeigt, dass das Substitutionspotenzial von Arbeitsplätzen in den 31 Kreisen und 22 kreisfreien Städten zwischen neun und 32 Prozent schwankt. Der Durchschnitt liegt dabei mit insgesamt 15,6 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt von 14,9 Prozent. Vor allem in Südwestfalen und im Bergischen Land gelten überdurchschnittlich viele Beschäftigungsverhältnisse als gefährdet, wohingegen die Metropolregionen am Rhein, wie Bonn, Köln oder Düsseldorf, einen deutlich geringeren Anteil an Beschäftigten mit hohem Substitutionspotenzial aufweisen.

Die gesamte Publikation finden Sie hier.

CPS.HUB NRW – Competence Center for Cyber Physical Systems

Als Innovationsmotor für die digitale Transformation treibt CPS.HUB NRW – Competence Center for Cyber Physical Systems die Weiterentwicklung der technologischen Basis für intelligente vernetzte Systeme voran. CPS.HUB NRW adressiert dabei die wichtigen Zukunftsthemen wie Smart Computing, Machine Learning und künstliche Intelligenz, IT-Security und 5G. Im CPS.HUB NRW werden das vorhandene Wissen und die Fachdisziplinen-spezifische Kompetenz zusammengeführt und gemeinsam weiterentwickelt. Das Netzwerk von CPS.HUB NRW umfasst aktuell mehr als 950 Experten aus Forschung, Wirtschaft, Politik, Verbänden und gesellschaftlichen Gruppen, die gemeinsam in 12 Fachgruppen daran arbeiten, die Chancen und Herausforderungen von Cyber Physical Systems nutzbar zu machen. CPS.HUB NRW ist ein öffentlich gefördertes Projekt, das aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert wird.

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