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News 03.06.2019

KI: Deutschland bei Investments auf Platz 3

EY-Studie „Artificial Intelligence in Europe“ veröffentlicht

Künstliche Intelligenz spielt in der Strategie deutscher Unternehmen eine immer größere Rolle: In der Studie „Artificial Intelligence in Europe“ des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY im Auftrag von Microsoft Deutschland geben 86 Prozent der befragten deutschen Unternehmen an, dass Künstliche Intelligenz in den nächsten fünf Jahren einen sehr starken beziehungsweise starken Einfluss auf ihre Branche haben wird. Für die Studie wurden knapp 300 Unternehmen aus 15 europäischen Ländern befragt; davon haben 35 ihren Sitz in Deutschland.

Ein Großteil der befragten deutschen Unternehmen arbeitet bereits mit Künstlicher Intelligenz: 54 Prozent haben nach eigenen Angaben die ersten Pilotprojekte gestartet, und ein Viertel hat die Technologie bereits so in die Unternehmensabläufe implementiert, dass sie ausgewählte Aufgaben oder sogar ganze Prozesse übernehmen kann. Europaweit haben gerade einmal 41 Prozent der Unternehmen mit Pilotprojekten begonnen. Allerdings sind bereits 31 Prozent in einem fortgeschrittenen Stadium und setzen KI in ihren Unternehmensprozessen ein. Das Tempo in Deutschland könnte aber möglicherweise noch anziehen: 45 Prozent sehen KI als sehr wichtige oder sogar die wichtigste Priorität in ihrer Digitalstrategie. Europaweit ist das nur bei 36 Prozent der befragten Unternehmen der Fall.

Damir Zubovic, Partner bei EY, kommentiert die Zahlen so: „Deutsche Unternehmen sind bei neuen Technologien oft eher zurückhaltend. Die Demokratisierung und Zugänglichkeit von KI sowie die rapide wachsende Menge an auszuwertenden Daten lässt die Bedeutung von KI allerdings auch für Unternehmen hierzulande deutlich ansteigen. Der Reifegrad ist aber noch sehr unterschiedlich auf dem deutschen Markt verteilt und viele Unternehmen suchen noch nach einer nachhaltigen Wertschöpfung.“

Für 80 Prozent der deutschen Unternehmen ist vor allem die Automatisierung von Prozessen eine relevante Anwendungsmöglichkeit für KI. Vorhersagen etwa von Kundenverhalten oder Marktentwicklungen halten 71 Prozent für vielversprechend in der Praxis. 60 Prozent erkennen in der Aufbereitung von externen und internen Daten als Basis für weitere Entscheidungen wichtige Anwendungen von KI.

Auf die Frage, was sie benötigen, um Künstliche Intelligenz bei sich zu implementieren, nennen 35 Prozent der deutschen Unternehmen Fachkräfte und deren Kompetenzen an vorderster Stelle. Das ist einer der Gründe dafür, dass sich deutsche Firmen in den vergangenen Jahren die nötige KI-Kompetenz vermehrt von außen ins Unternehmen geholt haben: Von 2008 bis 2018 gaben die deutschen Unternehmen 520 Millionen US-Dollar für insgesamt 140 Investitionen in KI aus. Damit landet Deutschland auf Platz drei im europäischen Vergleich. Europaweit steht das Vereinigte Königreich mit deutlichem Abstand an der Spitze: Dort investierten Unternehmen 7,3 Milliarden US-Dollar bei 533 Deals. In Frankreich gaben die Unternehmen für 165 Investitionen im Bereich künstliche Intelligenz knapp 1,4 Milliarden US-Dollar aus.

Die Studie finden Sie hier.

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