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News 30.04.2019

Ransomware: Wachsende Bedrohung für Unternehmen

BSI warnt, eco-Studie belegt steigende Zahlen

Derzeit registriert das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verstärkt Netzwerkkompromittierungen bei Unternehmen, die mit der manuellen und gezielten Ausführung eines Verschlüsselungstrojaners – sogenannter Ransomware – enden. Dabei verschaffen sich die Angreifer mittels breit angelegter Spam-Kampagnen wie Emotet zunächst Zugang zu einzelnen Unternehmensnetzwerken und erforschen dann manuell Netzwerk und Systeme der Betroffenen. Und auch sonst ist die Bedrohungslage hoch: Laut einer aktuellen Studie des eco – Verbands der Internetwirtschaft e.V. – waren im vergangenen Jahr 26 Prozent der Unternehmen Opfer von Cyberangriffen; das entspricht einer Zunahme von etwa 8 Prozent gegenüber dem Jahr 2018. Gerade Ransomware, DDos-Attacken und CEO Fraud führen die Liste der Angriffe insgesamt an, noch vor Website-Hacking und Datendiebstahl.

„Wir erleben derzeit die massenhafte Verbreitung von raffinierten Angriffsmethoden durch die Organisierte Kriminalität, die bis vor einigen Monaten nachrichtendienstlichen Akteuren vorbehalten waren. Unternehmen sollten auch kleine IT-Sicherheitsvorfälle ernst nehmen und ihnen konsequent begegnen, da es sich dabei durchaus auch um vorbereitende Angriffe handeln kann. Nur wenn wir Informationssicherheit als Voraussetzung der Digitalisierung begreifen, werden wir langfristig von ihr profitieren können. Das BSI kann Unternehmen dabei etwa im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit unterstützen. IT-Sicherheit muss zum neuen Made in Germany in der Digitalisierung werden“, so BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Der Umgang mit Sicherheitsproblemen hat sich geändert: Gaben 2018 noch knapp 25 Prozent an, Sicherheitsprobleme intern mit eigenem Personal zu lösen, waren es 2019 schon 43 Prozent. Strafanzeige stellt nach wie vor nur eine Minderheit der Unternehmen; 9 Prozent im Jahr 2018 und 12 Prozent 2019.

Erstmals gaben 2019 zwei Prozent der Unternehmen an, tatsächlich Lösegeld zu zahlen. Das BSI rät jedoch dringend davon ab, auf etwaige Forderungen der Täter einzugehen. Stattdessen sollte sichergestellt sein, dass regelmäßig geeignete Backups erstellt werden, die zur Wiederherstellung der Systeme verwendet werden können. Um die Integrität und Verfügbarkeit der vorhandenen Backups zu schützen, sollten diese zusätzlich offline in einem getrennten Netzwerk oder Netzwerksegment gespeichert werden.

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