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News 03.05.2019

KI-Innovationsplattform für KMU

Projekt AI2Ynet will KI-Innovationen im Mittelstand vorantreiben

Bilderkennung, Spracheingabe oder intelligente Robotik: Bereits heute erfüllen Technologien der Künstlichen Intelligenz in vielen Großunternehmen Aufgaben und tragen zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Gleichzeitig profitieren kleine und mittlere Unternehmen bisher kaum von den Innovationspotenzialen neuester KI-Entwicklungen. Deshalb soll die Innovationsplattform „AI2Ynet“ gezielt den Einsatz von KI-Technologien im Mittelstand vorantreiben.

Beteiligt sind das FZI Forschungszentrum Informatik, die Gesellschaft für Informatik e.V. und das European Center for Information and Communication Technologies. Die Konzeption der Plattform wird vom Bundeswirtschaftsministerium zunächst für ein halbes Jahr im Rahmen der Wettbewerbsphase des Innovationswettbewerbs Künstliche Intelligenz gefördert.

Luise Kranich vom FZI fasst die Problematik zusammen: „Beim Thema Künstliche Intelligenz fehlt es vielen KMU an eigenen Entwicklungs- und Umsetzungskapazitäten, strategischen Technologiepartnern und am Zugang zu den notwendigen Datenpools. Sich der aktuellen Technologieentwicklung zu verschließen bedeutet jedoch, das Innovationsfeld anderen zu überlassen, mögliche Effizienzsprünge zu verpassen und neue Märkte und Umsatzpotenziale ungenutzt zu lassen. Genau hier wollen wir ansetzen!“

Die Plattform soll KMU unterschiedlichster Branchen in die Lage versetzen, beispielsweise KI-Algorithmen und Trainingsdaten auszutauschen und strategische Technologiepartnerschaften zu bilden. Indem Unternehmen aus unterschiedlichsten Wirtschaftsbereichen wie der Landwirtschaft, der Mobilitätsbranche, der Produktion oder dem Handel zusammengebracht werden, trägt sie mittelfristig dazu bei, Technologie-Silos aufzubrechen und branchenübergreifende Synergieeffekte zu erzielen. Da KMU aus unterschiedlichen Branchen insbesondere bei der Technologieentwicklung und -einbettung üblicherweise nicht im Austausch stehen, soll eine plattformeigene Meta-KI mögliche Technologiepartner gezielt identifizieren und die Unternehmen branchenübergreifend vernetzen.

Durch den Einsatz von Open-Source-Technologien und Open Data soll vermieden werden, dass sich KMU von einzelnen Technologiekomponenten oder Unternehmen abhängig machen. Die Abhängigkeit von bestimmten Herstellern – man spricht von Vendor-Lock-In – ist im Technologiebereich seit langem bekannt und bremst Innovationen insbesondere unter KMU aus. Mit ihrem offenen KI-Marktplatz wollen die beteiligten Projektpartner die Souveränität der teilnehmenden KMU erhalten und stärken.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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