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News 26.04.2019

Virtuelle Mannequins: Digitalisierung in der Modebranche

Projekt „Retail 4.0“ an der TH Köln präsentiert Kleidung mit VR und AR

Virtuell dargestellte Bekleidung spielt für die Modebranche im Kontakt mit den Endkunden bislang nur eine untergeordnete Rolle, da Stoffe und insbesondere der Faltenwurf digital nur schwer zu modellieren sind. Die TH Köln und ihre Partner entwickeln deshalb im Forschungsprojekt „Retail 4.0“ Prototypen für Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Anwendungen.

„Wir möchten die gesamte Wertschöpfungskette der Modebranche auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten. Dafür adressieren wir die beiden zentralen Geschäftsbeziehungen: zwischen den Modelabels und den Einzelhändlern sowie zwischen den Einzelhändlern und ihren Kundinnen und Kunden“, erklärt Prof. Dr. Arnulph Fuhrmann von der TH Köln.

Für das digitale Einkaufserlebnis im Modegeschäft setzt das Forschungsprojekt dagegen auf Augmented Reality: Nutzt ein Kunde die Brille, wirkt es, als würden Schaufensterpuppen mit den gewünschten Kleidungsstücken etwa einen Meter vor ihr oder ihm stehen. Mittels Gestensteuerung lassen sich verschiedene Modelle oder Farben auswählen. „Hat ein Kunde etwa einen Pullover anprobiert und dieser passt, kann er sich mittels der Brille verschiedene Farben ansehen, die das Geschäft nicht auf Lager hat. Oder er testet, ob das neue Stück mit einem schwarzen Schal oder einer bestimmten Hose zusammenpasst“, sagt Fuhrmann. Auch Feedback-Optionen sind angedacht, mit denen die Kunden angeben, was ihnen an dem Stück besonders gut oder schlecht gefällt. Diese Informationen sollen dann an das Modelabel übermittelt werden.

Möchten Modeschöpfer Händlern ihre neuesten Kleidungsstücke vorstellen, kann dies durch digitale Lösungen vereinfacht werden. Dazu entwickelt das Projektteam einen virtuellen Präsentationsraum, in dem sich beide Seiten künftig treffen können. Benötigt werden dafür nur handelsübliche Virtual-Reality-Brillen. Das hat klare Vorteile: Die Lichtverhältnisse sind immer perfekt, die Kleidungsstücke sind immer in perfektem Zustand und auch der Hintergrund des virtuellen Raums kann sehr einfach an die spezifischen Kollektionen angepasst werden – Alpen-Panorama für die Ski-Bekleidung oder eine Strand-Kulisse für Sommermode.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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