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News 17.04.2019

Quantentechnologie für Wirtschaft und Gesellschaft nutzen

Fast 10 Millionen Euro für BMBF-Projekt „MiLiQuant“ mit Beteiligung der Uni Paderborn

Quantenmechanische Phänomene wie Überlagerungszustände oder Verschränkung sind inzwischen wissenschaftlich gut erforscht. In komplexen Laborexperimenten lässt sich heute demonstrieren, dass sich solche Effekte nutzen lassen. Um solche Ansätze jedoch technologisch nutzbar zu machen, müssen die verfügbaren Laboraufbauten in industriell verwendbare Systeme überführt werden. Dies ist das Ziel des groß angelegten Forschungsprojekts „MiLiQuant“ – Miniaturisierte Lichtquellen für den industriellen Einsatz in Quantensensoren und Quanten-Imaging-Systemen.

Im Projekt sollen miniaturisierte, frequenz- und leistungsstabile Strahlquellen realisiert werden, die einen möglichst justierungs- und wartungsfreien Einsatz auch außerhalb von Laborbedingungen erlauben. Die Erarbeitung dieser Basistechnologien erfolgt dabei passgenau im Hinblick auf konkrete Anwendungen aus den Bereichen Quantensensorik und Quanten-Imaging.

„Das können Sensoren für die Medizindiagnostik und -technik im Bereich der Imaging-Systeme – also der bildgebenden Verfahren – oder für das autonome Fahren sein“, sagt Physikerin Prof. Dr. Christine Silberhorn, die das Projekt auf Seiten der Universität Paderborn leitet. „Verantwortlich für den hohen Empfindlichkeitsgrad solcher Sensoren sind die Effekte der Quantenmechanik“, so Silberhorn weiter.

Bei dem Vorhaben geht es auch darum, die entsprechende Infrastruktur für die industrielle Fertigung so weiterzuentwickeln, dass sie eine optimale Nutzung der Quantentechnologien abseits des Labors ermöglicht. Mittels 3D-Druck sollen beispielsweise Mikrooptiken produziert werden, die die präzise Herstellung hoch spezialisierter Komponenten in kürzester Zeit erlauben.

Das Vorhaben ist ein Gemeinschaftsprojekt der Unternehmen Q.ant GbmH, Carl Zeiss AG, Robert Bosch GmbH und Nanoscribe GmbH sowie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Paderborn. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt MiLiQuant im Rahmen der Förderinitiative „Schlüsselkomponenten für Quantentechnologien“ bis Anfang 2021 mit rund 9,4 Millionen Euro.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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