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News 25.03.2019

Future Skills: Neue Bildungsstrategien und Zukunftskonzepte für Hochschulen

Stifterverband und McKinsey zeigen sieben Handlungsfelder auf

Hochschulen stehen vor der Herausforderung, alle ihre Studierenden auf die digitalisierte Arbeitswelt vorzubereiten. Das erfordert von Hochschulen neue Bildungsstrategien und eröffnet ihnen eine Reihe strategischer Potenziale. Mit diesen Anforderungen und Möglichkeiten beschäftigt sich die Studie „Future Skills: Strategische Potenziale für Hochschulen“ von Stifterverband und McKinsey & Company. Für die Studie wurden mehr als 600 Großkonzerne, mittlere und kleine Unternehmen sowie Start-ups in Deutschland befragt. Zudem wurde untersucht, ob und inwieweit die Hochschulen in Deutschland Studiengänge für spezifische technologische Zukunftsfähigkeiten anbieten.

Die zentralen Ergebnisse: Derzeit mangelt es vor allem an Bildungsangeboten, die Zukunftskompetenzen wie komplexe Datenanalyse oder kollaboratives Arbeiten vermitteln. Außerdem ist es notwendig, dass digitale Fachkenntnisse in allen Studiengängen vermittelt werden. Bei der Vermittlung von solchen Zukunftskompetenzen werden Hochschulen für Unternehmen immer bedeutender: Heute arbeitet jedes vierte Unternehmen mit Hochschulen zusammen, um seine Kompetenzbedarfe zu decken. In fünf Jahren werden es voraussichtlich schon 37 Prozent sein.

Die Studie nennt sieben Handlungsbereiche, in denen Hochschulen ihr Bildungsangebot auf Future Skills ausrichten sollten:

  1. Konzipierung neuer Studiengänge insbesondere in den transformativen Technologien, wie zum Beispiel spezielle Masterprogramme für Big Data oder Robotik
  2. Weiterentwicklung der Curricula und Querschnittskompetenzen, um agiles Arbeiten oder Kollaborationstechniken für alle Fachbereiche zu ermöglichen
  3. Vermittlung von Data Literacy, damit Absolventen aller Fächer mit großen Datensätzen umgehen und sie bewusst einsetzen und hinterfragen können
  4. Schaffung neuer Lernumgebungen und agiler Innovationsräume, um die neuen Lerninhalte anwenden und weiterentwickeln zu können
  5. Positionierung von Hochschulen als Weiterbildungsanbieter, um den großen Bedarf der Unternehmen decken zu können
  6. Aufbau und Nutzung von Plattformen für lebenslanges Lernen
  7. Entwicklung neuer Formen der Zertifizierung und Kompetenznachweise, da nicht nur formale Hochschulabschlüsse von den Unternehmen gefordert werden, sondern auch spezielle Kompetenznachweise

„Die Hochschulen sollten auf die digitale Transformation der Lebens- und Arbeitswelt intensiver eingehen“, stellt Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes, fest. „Universitäten und Fachhochschulen können Lehrinnovationen umsetzen, wie zum Beispiel den verstärkten Einsatz von projektbasiertem Lernen oder Online-Lern-Werkzeuge. Neue, transdisziplinäre Studiengänge und andere Lehr- und Lernformate sind gefragt. Die dafür benötigen finanziellen Ressourcen müssen mehr als bisher von der Politik bereitgestellt werden.“

Aber nicht nur bei der Ausbildung, sondern auch bei der Weiterbildung haben Hochschulen eine große Chance, sich zu positionieren. Für die Nutzung dieser Potenziale müssten die Hochschulen in der Weiterqualifizierung ihres Personals und in der Zusammenarbeit mit technologischen Unternehmen bei der Entwicklung von neuen Studiengängen und Weiterbildungsangeboten gezielt darauf hinarbeiten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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