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News 01.03.2019

Kreuzbandriss: Helfen smarte Bandagen?

Smarte Textilien sollen Patienten bei falscher Belastung warnen

In Deutschland reißt durchschnittlich alle 6,5 Minuten ein Kreuzband. Patienten leiden oft auch nach einer operativen Versorgung an dem „Giving-way-Phänomen“, einem gefühlten Stabilitätsverlust im Knie. An der Hochschule Niederrhein wird ein Forschungsprojekt mit rund einer Million Euro bis Ende 2021 mit EFRE Mitteln gefördert, um ein Textil zu entwickeln, dass Patienten nach einem Kreuzbandriss zu einer optimierten Heilung verhelfen soll. Dieses soll durch Messungen der Bewegungen und unmittelbare Rückmeldungen an den Patienten dazu beitragen, Fehlhaltungen und Fehlbelastungen zu vermeiden. 

Dazu soll ein Textil – etwa eine Bandage – mit Sensorik und Aktorik ausgestattet werden. Aktoren wandeln Muskelbewegungen, die über Sensoren erkannt werden, in physikalische Reaktionen um. Das heißt: Belastet der Patient sein Knie falsch, könnte er in Form eines lokalen Reizes – zum Beispiel Vibration oder Wärme – über ein in die Bandage eingebrachtes Sensorpflaster darüber informiert werden. Er weiß also unmittelbar, wann er sein Knie in eine Fehlhaltung bringt und kann darauf reagieren. Weiterhin sollen im Projekt Plattformtechnologien geschaffen werden,  die auch anderswo genutzt werden können.

Im Projekt werden zunächst verschiedene Reize, auf die der menschliche Körper reagiert, analysiert und verglichen. Es wird ein Sensorpflaster entwickelt, das Bewegungsänderungen des entsprechenden Körperteils erfasst und die externen Reize auf die Strukturen des Körpers übertragen kann. Dieses Sensorpflaster wird in ein alltagstaugliches Textil integriert. Anschließend wird getestet, wie sich die Übertragung der Reize auf die Bewegung eines Menschen auswirkt.

„Wir erhoffen uns dadurch, das Bewegungsverhalten eines Patienten während seiner Alltagsaktivitäten und therapeutischen Übungen nachhaltig zu verändern“, sagt Projektleiter Professor Dr. Martin Alfuth. Für das Projekt ist es ihm gelungen, vier Fachbereiche zusammen zu bekommen: neben seinem Fachbereich Gesundheitswesen sind das die Fachbereiche Elektrotechnik und Informatik, Textil- und Bekleidungstechnik sowie Design; letzterer kümmert sich um die Nutzerfreundlichkeit sowohl des Textils als auch der Ein- und Ausgabemedien für Therapeuten und Patienten. Weitere Projektpartner sind das Institut für Experimentelle Psychophysiologie, die Deutsche Sporthochschule Köln, die Bache GmbH sowie die Novotergum AG.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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