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News 05.03.2019

Data-Mining im Brauhaus

Projekt DaPro bringt Maschinelles Lernen in die Getränkeindustrie

Mälzen, schroten, maischen, läutern, kochen, gären, lagern, filtrieren und abfüllen: Bier brauen war schon immer eine große Kunst. Oder, wie man heute sagen würde: ein komplexer Prozess. Mit über 1.400 Braustätten, einem Jahresabsatz von fast 100 Millionen Hektoliter Bier und fast 8 Milliarden Euro Umsatz ist die Brauwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftszweig in Deutschland. Auch die Maschinen deutscher Hersteller für die Getränkeherstellung gelten weltweit als führend in Qualität und Leistung.

Einen innovativen Ansatz erarbeitet das RIF Institut für Forschung und Transfer gemeinsam mit namhaften Partnern aus der Getränkeindustrie und der IT-Branche. Im Forschungsprojekt DaPro – Datengetriebene Prozessoptimierung mit Hilfe maschinellen Lernens in der Getränkeindustrie – erforschen sie in den kommenden drei Jahren, wie das Wissen über komplexe Prozesse mit den Methoden der Industrie 4.0, allen voran mit Data-Mining und Maschinellem Lernen, neue Einsichten und Anwendungsfelder generieren kann. Während für den Kunden weiterhin das Endprodukt Bier im Fokus steht, werden für Brauereien, Getränke- und Anlagenhersteller im Zuge der Digitalisierung auch die Daten zum Wirtschaftsgut.

Das Forschungsprojekt soll die Fundamente für die Brauerei der Zukunft legen. Ziel des Projektes ist es, eine Art Werkzeugkoffer zur Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung mit standardisierten Data-Mining-Modulen für die Brauereibranche zu entwickeln. Durch die Entwicklung einer IoT-Referenzarchitektur sollen Prozesse von der Datenerhebung am Sensor bis hin zur Speicherung verarbeiteter Daten in der Cloud durch Nutzung bestehender und Entwicklung neuer Datenformate, Schnittstellen und Kommunikationsprotokollen realisiert werden. Diese bildet die Basis für die Entwicklung und Anwendung der Data-Mining-Module. Durch eine Formalisierung und Generalisierung der Erkenntnisse, so der Plan des Projektkonsortiums, könnte die Systematik auch in andere Bereiche der Getränke- und Prozessindustrie, etwa auf die Herstellung und Abfüllung von Wasser, Limonade oder Saft, übertragen werden.

Projektpartner sind die Bitburger Braugruppe als Konsortialführer sowie die Augustiner-Bräu Wagner KG, die älteste Brauerei Münchens. Mit der Syskron X GmbH ist die Digitalisierungssparte der Krones AG, Weltmarktführer in der Getränkeabfüllindustrie, vertreten. Aus Dortmund ist mit der RapidMiner GmbH, einer Ausgründung aus der TU Dortmund, auch ein weltweit führender Analyse-Plattform-Anbieter beteiligt. RIF unterstützt die wissenschaftliche Koordination des Projekts mit seiner Expertise in den Bereichen Digitale Fabrik und Industrial Data Science und sorgt für den Transfer der Projektergebnisse in Wissenschaft und Praxis.

Das Vorhaben „DaPro“ wird im Rahmen des Programms „Daten als Wirtschaftsgut“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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