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News 06.03.2019

Bandbreitenmessung zukünftig auch mit WLAN-Verbindungen

Projekt wiam.tools löst Messunsicherheiten durch Einsatz von KI

Bekommen Kunden tatsächlich die von ihrem Anbieter versprochene Bandbreite? Diese Frage wird im jährlichen Bericht der Bundesnetzagentur beantwortet, doch aufgrund von Messunsicherheiten können Messungen über WLAN zurzeit nicht in diesen aufgenommen werden. Dabei lag ihr Anteil bei stationären Breitbandanschlüssen bei über 38 Prozent und bei mobilen Breitbandanschlüssen bei über 78 Prozent; weiterhin nimmt der Anteil der Internetnutzung über WLAN in Deutschland kontinuierlich zu. Das über das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand geförderte Forschungsprojekt wiam.tools des Instituts für Nachrichtentechnik der TH Köln und der zafaco GmbH – Entwickler und Betreiber von breitbandmessung.de – soll dies ändern und die Auswertungen präzisieren.

„In einer Sonderuntersuchung des Jahresberichtes 2016/2017 der Bundesnetzagentur wurde der Einfluss der während der Messung genutzten Art der Anbindung analysiert. Beim Vergleich der LAN- und WLAN-Messungen zeigten sich besonders große Unterschiede sowohl der absoluten als auch der prozentualen Datenübertragungsraten in den oberen Bandbreiteklassen (50 bis 500 Mbit/s). Die beobachteten Unterschiede und daraus resultierenden Messunsicherheiten könnten vielschichtige Ursachen haben, z.B. auf den genutzten WLAN-Standard zurückzuführen sein. Unter Umständen kommen WLAN-Standards zum Einsatz, deren maximal unterstützte Datenübertragungsrate unterhalb der am Anschluss verfügbaren Datenübertragungsrate liegt“, sagt Christoph Sudhues, Gründer und Geschäftsführer der zafaco GmbH.

Um eine Klassifizierung künftig treffen zu können, entwickeln die Projektpartner ein Referenzmesssystem, das eine hundertprozentige Kontrolle über die technischen Gegebenheiten ermöglicht. Das Ziel der Projektpartner ist die Entwicklung eines Systems zur automatisierten Qualitätsmessung von Funknetzwerken per WLAN mit eigenen Messsensoren und angepassten Smartphone-Apps.  Anschließend werden die Messergebnisse aus beiden Systemen mit Methoden der Künstlichen Intelligenz untersucht, um herauszufinden, ob es typische Muster gibt, die Ergebnissen ohne Messunsicherheiten eigen sind.

Parallel zu diesem KI-Ansatz überprüfen die Projektpartner, ob Übertragungsraten im WLAN auch mit aktiven Messungen im User-Space der Endgeräte valide ermittelt werden können. Hierbei wird vom Endgerät aus ein Datenpaket im WLAN an den zugehörigen Router gesendet. Eine auf dem Endgerät installierte App schätzt anschließend die verfügbare Kapazität im WLAN.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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