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News 13.02.2019

Studie "Digitalisierung braucht Zivilgesellschaft" veröffentlicht

In der Digitalisierungsdebatte braucht es starke Stimmen der Zivilgesellschaft

Die Wirtschaft als Treiber reicht nicht aus. Um den digitalen Wandel erfolgreich zu meistern, brauchen wir eine starke und engagierte Zivilgesellschaft. Immer mehr Non-Profit-Organisationen, Vereine und Initiativen in Deutschland machen es sich zur Aufgabe, den digitalen Wandel zum Wohl der Gesellschaft zu gestalten. Mit dem Report „Digitalisierung braucht Zivilgesellschaft“ informieren die Bertelsmann Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, Phineo und die Stiftung Neue Verantwortung über den aktuellen Stand dieses „digitalen Engagements“. Die Studie zeigt exemplarisch an Non-Profit-Organisationen aus dem In- und Ausland auf, wie diese das Thema Digitalisierung angehen, und identifiziert zentrale Handlungsfelder für das Engagement der Zivilgesellschaft.

„Bei der Digitalisierung geht es aber nicht nur um Effizienz und Produktivität. Sie verändert auch die Art, wie wir miteinander diskutieren, politische Entscheidungen treffen und als Gesellschaft zusammenleben. Deshalb brauchen wir in der Digitalisierungsdebatte dringend mehr starke Stimmen der Zivilgesellschaft“, sagt Ottilie Bälz, Leiterin des Bereichs Gesellschaft der Robert Bosch GmbH.

Noch stehen die meisten Stiftungen, Vereine und Non-Profit-Organisationen vor der Herausforderung, digitale Lösungen in ihrer Arbeit umfassend zu nutzen. Gleichzeitig richten immer mehr gemeinnützige Akteure ihre Arbeit inhaltlich neu auf die digitalisierte Welt aus. Sie machen ältere Menschen fit für die digitale Welt, sensibilisieren Schulklassen für den Datenschutz oder ermöglichen Bedürftigen den Zugang zu Hardware. Die Autoren machen im Report fünf Felder aus, in denen das Engagement der Zivilgesellschaft besonders gefragt ist:

  • Zugang zu Netz und Technik schaffen
  • Digitale Kompetenzen vermitteln
  • Datenbasierte Innovationen für die Gesellschaft ermöglichen
  • Schutz der Persönlichkeit im Digitalen Raum gewährleisten
  • Digitale Zukunft durch Vision und Position voranbringen

Die Zivilgesellschaft wird zwar digitaler, steht in der Summe aber immer noch am Anfang. Neben digitalen Experten, die ihre Initiative häufig als Reaktion auf eine digitale Herausforderung gegründet haben, müssen sich viele traditionelle Akteure des Dritten Sektors erst noch mit der Digitalisierung auseinandersetzen. Allerdings zeigen Fallstudien über das Rote Kreuz, Reporter ohne Grenzen oder die ZEIT-Stiftung, wie einige klassische zivilgesellschaftliche Organisationen den digitalen Wandel bereits erfolgreich für sich nutzen. Zudem untersucht der Report, wie große zivilgesellschaftliche Dachverbände und Arbeitsgemeinschaften die eigene Digitalisierung sowie den digitalen Wandel an sich adressieren.

Die Publikation finden Sie hier.

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