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News 11.02.2019

Smart Care: Mehrheit älterer Menschen aufgeschlossen für Assistenzsysteme in der Pflege

Politik, Pflegekassen und Pflege- und Wohnungswirtschaft noch zurückhaltend

Smart-Care-Lösungen können ein längeres Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen und den Pflegenotstand mildern. 89 Prozent der Senioren sind sehr aufgeschlossen hinsichtlich digitaler Assistenzlösungen, die mehr Autonomie im Alter ermöglichen, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für die Digitalisierung von Arbeits- und Lebenswelten (IDiAL) der FH Dortmund.

„Wir müssen digitale Assistenzsysteme für Senioren endlich aus der Laborecke herausholen. Hier sind Politik und Pflegekassen gefragt, solche Lösungen im Rahmen der sozialen Teilhabe für die Senioren zu bezahlen,“ fordert Dr. Bettina Horster, Direktorin IoT im Internetverband eco – Verband der Internetwirtschaft e. V., Projektleiterin von Smart Service Power und Vorstand der VIVAI Software AG.

Insbesondere der Wohnungswirtschaft kommt dabei eine Schlüsselrolle zu hinsichtlich des Neubaus und barrierearmen Ausbaus von Bestandsimmobilien mit smarten Lösungen für das altersgerechte Wohnen. Mit dem EU-Förderprojekt Smart Service Power (SSP), das der eco-Verband als Projektpartner begleitet, steht bereits eine geeignete Plattform für Elderly Care und Notruf 4.0 zur Verfügung. Die lässt sich um E-Health- und Smart Home sowie Conciergedienste erweitern. Doch deutsche Senioren profitieren bisher kaum von digitalen Assistenzsystemen, die ihnen die Möglichkeit eröffnen, länger zu Hause wohnen zu bleiben, viele können es sich nicht leisten.

Experten prognostizieren für Smart-Home-Systeme im Segment Gesundheit und betreutes Wohnen in Deutschland ein enormes Wachstum – von 40 Millionen Euro 2017 bis rund 400 Millionen Euro 2022. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 57,8 Prozent.

Ältere Menschen sind an entsprechenden Lösungen für autonomes Wohnen sehr interessiert, belegen die Umfragen. 73 Prozent der befragten Senioren wären dazu bereit, ihre Wohnung für ihre Pflegebedürfnisse umgestalten zu lassen, etwa über die Integration einer automatischen Sturzerkennung. Die oft als Hemmnis angeführte fehlende Technik-Affinität und Digitalkompetenz bei Seniorinnen und Senioren wurde hingegen nicht bestätigt; vielmehr gaben 89 Prozent an, sich vorstellen zu können, bei Pflegebedürftigkeit zusätzliche technische Unterstützung zu erhalten.

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