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News 11.02.2019

Nachhaltiges Arbeiten in einer digitalen Gesellschaft

IfADo beteiligt an EU-Projekt sustAGE zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer

Die Menschen in den Industrieländern werden immer älter und in den Unternehmen steigt das Durchschnittsalter der Belegschaft. Gleichzeitig wandeln sich die beruflichen Anforderungen: Flexibilität, Arbeiten unter Zeitdruck und lebenslanges Lernen gehören im digitalen Zeitalter dazu. Gerade für ältere Beschäftigte können diese zur Herausforderung werden. Ziel des jetzt gestarteten EU-Forschungsprojekts sustAGE – Smart Environments for Person-Centered Sustainable Work and Well-Being ist daher die Steigerung der kognitiven, emotionalen und körperlichen Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer mit Hilfe eines personenzentrierten, digitalen Empfehlungssystems. Neben Universitäten und Forschungseinrichtungen, etwa dem Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo), sind auch Unternehmen aus den Bereichen Softwareentwicklung, Fertigungsindustrie, Transport und Logistik beteiligt.

Laut dem internationalen Hilfswerk HelpAge soll 2050 jeder fünfte Mensch über 60 Jahre sein. In Westeuropa geht man Mitte des Jahrhunderts sogar von einem Anteil von 35 Prozent aus. Der demografische Wandel stellt Gesellschaft und Wirtschaft vor enorme Herausforderungen.

Ziel des internationalen Konsortiums aus Ingenieuren, Softwareentwicklern und Psychologen ist es, in den kommenden drei Jahren ein intelligentes System zu entwickeln, das auf Basis von beispielsweise Herzfrequenzmessungen oder Sprachanalysen personenzentrierte Rückmeldungen zur aktuellen Arbeitsbelastung gibt und gesundheitsförderliche Empfehlungen ausspricht. Auf diese Weise sollen altersgerechte Arbeitsumgebungen etabliert, die Gesundheit von Beschäftigten erhalten und somit einem frühen Ausscheiden aus dem Arbeitsleben entgegengewirkt werden. Dabei liegt der Fokus auf den Branchen Logistik und Transport sowie Fertigungsindustrie, für die das neue sustAGE-System entwickelt und erprobt wird.

Schwerpunkt der am Projekt beteiligten Psychologen des IfADo ist die Ermittlung eines möglichst umfassenden Bildes der aktuellen Arbeitssituation in den beteiligten Unternehmen. Mithilfe verschiedener Fragebögen, Experimenten am PC und kognitiver Tests möchten die IfADo-Forschenden in den kommenden Monaten unter anderem ermitteln, welche individuellen Belastungs- und Stressquellen in den Unternehmen existieren. Dies könnten zum Beispiel ungünstige Arbeitsabläufe, Überbeanspruchung durch lang andauernde Konzentration, Multitasking oder Überforderung durch Arbeitsverdichtung sowie klimatische Gegebenheiten des Arbeitsplatzes sein.

Auf Basis dieser Daten soll ein Konzept erstellt werden, welches für die anschließende Entwicklung des Systems genutzt werden kann. Dieses wird die individuellen Bedürfnisse und Belastungen der Beschäftigten berücksichtigen, zur Reduktion der Risiken für arbeitsbezogene Erkrankungen beitragen sowie die Gesundheit und Produktivität verbessern. Anschließend soll das fertige Produkt in den beteiligten Unternehmen evaluiert werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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