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News 07.02.2019

Automatisierte Entscheidungen: Was ist in Europa erlaubt?

AlgorithmWatch und Bertelsmann Stiftung veröffentlichen europäischen Politikvergleich

Automatisierte Entscheidungen sind in Europa im Alltag angekommen. Wie Algorithmen angewendet und kontrolliert werden, unterscheidet sich allerdings stark. Mit dem Report „Automating Society – Taking Stock of Automated Decision-Making in the EU“ zeigen AlgorithmWatch und die Bertelsmann Stiftung erstmals Regulierungslücken auf und empfehlen eine engere europäische Koordination.

„Diskussionen über 'Künstliche Super-Intelligenz, die Menschen unterjocht', sind derzeit en vogue, aber irrelevant“, beschreibt Matthias Spielkamp, Geschäftsführer von AlgorithmWatch und Herausgeber des Reports. „Entscheidend ist, zu verstehen, welche Herausforderungen Entwicklungen wie 'predictive analytics' mit sich bringen, die menschliches Handeln vorhersagen wollen – sei es bei Wahlen, Kriminalität oder der Kindererziehung. Diesen Herausforderungen müssen wir durch angemessene Regulierung, Prüfverfahren und Aufsichtsbehörden gewachsen sein.“

Für politische Entscheidungsträger ist es derzeit kaum möglich, zu überblicken, wo welche Systeme zu welchen Zwecken eingesetzt werden. Auf EU-Ebene und in einigen Mitgliedstaaten wird daher meist theoretisch über Kriterien diskutiert, nach denen derartige Systeme beurteilt werden sollten, etwa durch ethische Leitlinien. Das ist durchaus zu begrüßen, allerdings helfen praktische Beispiele dabei, die Grundlagen für konkretere, aber auch realistischere Ansätze zu schaffen. Der Report liefert mehr als 60 konkrete Beispiele aus zwölf Ländern, zudem eine Übersicht der relevanten Akteure und der politischen Debatte.

In Deutschland und Großbritannien widmen sich parallel Parlaments- und Regierungskommissionen, Datenschützer, Plattformen, Interessenvereinigungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen dem Thema automatisierter Entscheidungen. In Ländern wie Polen, Slowenien oder Italien werden zwar entsprechende Systeme in der Praxis verwendet, eine politische Diskussion darüber findet dagegen kaum statt.

Der Report macht nicht nur deutlich, wie verbreitet ADM-Systeme bereits sind, sondern auch, wie unterschiedlich und ungesteuert der Umgang mit ihnen ist. Politik und Zivilgesellschaft sollten die Ergebnisse nutzen, um Vergleiche zwischen Ländern zu ziehen und die Herangehensweise im eigenen Land auf den Prüfstand zu stellen.

Die Publikation finden Sie hier.

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