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News 05.02.2019

Pflege 4.0: Deutschland maximal im Mittelfeld

Bitkom verweist auf Umfrageergebnisse und Positionspapier

Der Arzt, der im Pflegeheim eine Tele-Sprechstunde anbietet, smarte Möbel, die dank Sensorik bei Stürzen Alarm schlagen und eine elektronische Pflegeakte, auf die alle beteiligten Akteure Zugriff haben: Für die Deutschen scheinen Szenarien wie diese noch in weiter Ferne. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. So sagen 41 Prozent der Bundesbürger, dass Deutschland beim Thema Digitalisierung der Pflege maximal im Mittelfeld rangiert. 28 Prozent sehen Deutschland bereits als Nachzügler, 20 Prozent gar als abgeschlagen. Lediglich 7 Prozent der Befragten meinen, dass Deutschland in Sachen Pflege 4.0 in der Spitzengruppe rangiert, ein Prozent sieht Deutschland als weltweit führend an.

„Bei der Digitalisierung der Pflege spielt Deutschland maximal im Mittelfeld. Dagegen demonstrieren andere Länder, darunter auch viele europäische Nachbarländer, bereits, wie digitale Angebote die Pflege sinnvoll ergänzen oder erweitern können“, sagt Bitkom-Expertin Julia Hagen. „Um nun keine wertvolle Zeit verstreichen zu lassen und zu anderen Ländern aufschließen zu können, muss nun etwa rasch der politische Ordnungsrahmen an das digitale Zeitalter angepasst werden.“

Bislang fehle es beispielsweise noch an einer gesetzlichen Grundlage dafür, dass Kranken- und Pflegekassen die Kosten für digitale Hilfsmittel übernehmen. Als Voraussetzung für die digitale Pflege fordert der Bitkom außerdem durchgängig digitale Prozesse. Dazu gehören das elektronische Rezept, die elektronische Überweisung sowie eine vereinfachte Kommunikation und Zugang zu Informationen für Pflegende, Angehörige und auch Ärzte über eine elektronische Pflegeakte. Bitkom plädiert auch dafür, digitale Angebote wie die Videosprechstunde der Versorgung vor Ort gleichzustellen. Die Vergütung sollte dann unabhängig davon erfolgen, ob die Versorgung vor Ort oder digital erbracht wird nach den gleichen Maßstäben.

Hier geht es zur Umfrage und zum Positionspapier, Herbst 2018.  

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