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News 22.01.2019

Cybersecurity: Risiken für Angriffe auf Industrieanlagen verkannt

TÜV Rheinland veröffentlicht Umfrage zu industrieller Cybersecurity

Hacker greifen zunehmend Industrieanlagen an. Doch viele Unternehmen wissen nicht genau, welchen Gefahren ihre Anlagen durch Cyberangriffe ausgesetzt sind. Zudem sind ihre Maßnahmen für Cybersecurity meist nicht auf den Schutz von Industrieanlagen zugeschnitten. Das zeigt die Studie „Industrial Security in 2019: A TÜV Rheinland Perspective“ von TÜV Rheinland. Für die weltweite Studie fragte der international tätige Prüfdienstleister 370 Verantwortliche danach, wie Unternehmen und Organisationen ihre Industrieanlagen vor Cyberangriffen schützen.

In der Studie geben 40 Prozent der Befragten an, die Risiken durch Cyberangriffe auf Industrieanlagen noch nie untersucht zu haben. Weitere 34 Prozent wissen nicht, ob das eigene Unternehmen diese Risiken schon einmal untersucht hat. Zudem hat nur jedes fünfte Unternehmen seine Maßnahmen für Cybersecurity speziell auf Industrieanlagen zugeschnitten.

Haben Sie in Ihrem Unternehmen bezüglich industrieller Betriebstechnik Cybersecurity-Richtlinien implementiert?

„Cybersecurity von Industrieanlagen nimmt offenbar keinen hohen Stellenwert ein. Das ist aus unserer Sicht bedenklich, denn Angriffe aus dem Netz können ganze Anlagen stilllegen. Dies sorgt für Produktionsausfälle mit hohen Folgekosten“, erklärt Nigel Stanley, als Chief Technology Officer für industrielle Cybersecurity bei TÜV Rheinland.

Gerade in Industrieanlagen finden sich viele wertvolle Daten. So können Stückzahlen oder chemische Zusammensetzungen von Produkten für Wettbewerber sehr interessant sein. In der Studie stellen die Autoren heraus, warum Cybersecurity von Industrieanlagen in einer vernetzten Welt von besonderer Bedeutung ist. Beispielsweise werden zwar IT-Anwendungen in Unternehmen ständig aktualisiert, um auf neue Bedrohungen zu reagieren, doch Computersteuerungen für Industrieanlagen werden meist nur unregelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Auch sollten Verantwortliche sich darüber Gedanken machen, wie die eigenen Industrieanlagen vor einem physischen Eindringen geschützt werden können.

Operational Technology Security, auch Industrial Security genannt, beschreibt den Status der Cybersecurity von Industrieanlagen. Gemeint sind Computersysteme, die Motoren, Pumpen oder Ventile in Industrieanlagen steuern. Um im Wettbewerb zu bestehen, werden diese Systeme mit dem Internet verbunden. Doch oftmals weisen einige Komponenten Schwachstellen auf und sind damit Cyber-Angriffen ausgesetzt. Ziel der Angriffe ist es meist, an geistiges Eigentum, Geschäftsgeheimnisse und technische Informationen zu gelangen.

Die Publikation können Sie hier beziehen.

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