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News 03.01.2019

Neue Rechte, neue Pflichten

Bitkom stellt wichtige Vorschrifts- und Rechtsänderungen zusammen

Auch im Jahr 2019 gibt es wichtige, neue Vorschriften und Rechte für Verbraucher. Der Digitalverband Bitkom hat die wichtigsten Neuerungen zusammengetragen:

  1. EU-weite Preisobergrenzen für Telefongespräche: Seit 2017 gelten in der EU bereits einheitliche Tarife für den mobilen Datenverbrauch im Internet und für Telefongespräche und SMS im EU-Ausland, das sogenannte Roaming. Im Jahr 2019 sollen Telefongespräche und SMS aus dem Heimatland in ein anderes Land der EU die gleichen Preisobergrenzen bekommen. Wer per Handy oder Festnetz aus dem Heimatnetz ins EU-Ausland telefoniert, soll pro Gesprächsminute maximal 19 Cent zahlen. Für eine SMS sollen nur noch 6 Cent abgerechnet werden dürfen. Die neuen Obergrenzen sollen ab 15. Mai 2019 gültig sein, zuvor muss der Rat der EU noch formal zustimmen.
     
  2. Aus für TANs auf Papierlisten: Ab dem 14. September 2019 dürfen Bankkunden die sogenannte iTAN-Liste nicht mehr nutzen. Die zweite Europäische Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 sieht vor, dass im Online-Banking eine sogenannte starke Kundenauthentifizierung durchgeführt werden muss, um beispielsweise elektronische Zahlungsvorgänge auszulösen. Nutzer müssen sich demnach über zwei Faktoren authentifizieren.
     
  3. Sicherheitszertifizierung für IT-Produkte: Auf EU-Ebene soll 2019 der Cybersecurity Act verabschiedet werden. Die Verordnung sieht vor, dass Hersteller ihre IT-Produkte freiwillig zertifizieren lassen können, um die Sicherheit der Produkte transparent zu machen. Das jeweilig zu gewährleistende Sicherheitsniveau soll in den Vertrauenswürdigkeitsstufen „niedrig“ „mittel“ oder „hoch“ angegeben werden. Hersteller sollen dann über eine Art Beipackzettel Auskunft über die IT-Sicherheit ihrer Produkte geben.
     
  4. Geoblocking wird abgeschafft: Eine neue EU-Verordnung bewirkt schon seit Anfang Dezember 2018, dass Verbraucher nun besser im EU-Ausland Waren kaufen und Dienstleistungen bestellen können. Nutzer von Online-Shops dürfen nicht mehr automatisch auf die jeweils nationale Seite umgeleitet werden oder sogar ausgesperrt werden, wenn sie die Shop-Seite über eine Adresse im EU-Ausland aufrufen. Die Händler müssen in diesem Fall aber nur den EU-weiten Verkauf anbieten – nicht auch die Lieferung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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