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News 28.12.2018

„Digitale Kuh 3.0“ rückt Tiergesundheit in den Fokus

Digitalisierte Schnittstelle für Daten über Gesundheit und Leistung der Milchkühe

Milchkühe sind wie Hochleistungssportler – sie können nur dann eine gute Leistung bringen, wenn sie gesund sind. Es gibt bereits zahlreiche Möglichkeiten, die Milchleistung zu dokumentieren – Agrarwissenschaftler der Fachhochschule Südwestfalen kombinieren diese jetzt mit Daten zur Gesundheit der Tiere. Das Projekt „Digitale Kuh 3.0“ ist eine digital unterstützte Managementhilfe, mit der Landwirte ihr Haltungssystem individuell optimieren und damit die Tiergesundheit der Milchkühe verbessern können.

Bislang gibt es in der Nutztierhaltung verschiedene Möglichkeiten, Daten zu erfassen, die vorrangig der Qualitäts- und Leistungskontrolle dienen. Unter anderem erhebt der Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen e.V. (LKV) im Rahmen der Milchleistungsprüfung Werte zur Milchmenge und Milchqualität. Teilnehmen können alle dem LKV angeschlossenen Betriebe. Die Auswertung wird den Erzeugern mit zeitlichem Versatz zur Verfügung gestellt. Diese können die Ergebnisse zur Optimierung der Fütterung, für die Zucht und zu Vermarktungszwecken nutzen.

Weit verbreitet sind auch servergestützte Softwarelösungen der Hersteller von Melkmaschinen anbieten. Mit Hilfe der Applikation können Daten für das Produktions-Controlling erfasst und evaluiert werden. Die Werte stehen dem Landwirt meist nur dann zur Verfügung, wenn er das Programm käuflich erwirbt.

Allen Lösungen gemein ist, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt untereinander weitestgehend nicht kombinierbar sind. An diesem Punkt setzt das Projekt „Digitale Kuh 3.0“ der Fachhochschule Südwestfalen an. „Wir wollen mit unserem Projekt einen Schritt weitergehen und nicht nur Daten zur reinen Milchleistung erheben, sondern das Thema Tiergesundheit in den Fokus rücken“, so Prof. Dr. Mergenthaler. Die Idee ist, ein Management-Tool zu entwickeln, mit dem die Gesundheit der Kühe beobachtet, dokumentiert und analysiert werden kann. Das System liefert Hinweise auf mögliche Schwachstellen und lässt so gezielte und frühzeitige Maßnahmen zur Optimierung von Fütterung, Haltung und Hygiene zu.

Das setzt voraus, dass Beobachtungen und Diagnosen direkt im Stall mit Hilfe einer offline basierten Applikation für Smartphones dokumentiert werden. Das Ergebnis ist eine lückenlose Aufzeichnung aller gesundheitsrelevanten Daten, die für Betriebsleiter, Mitarbeiter und – je nach Zugangsberechtigung – auch für externe Personen wie Tierärzte und landwirtschaftliche Berater jederzeit und überall verfügbar sind. Die Digitalisierung in der Landwirtschaft kann somit einen wertvollen Beitrag zur Tiergesundheit leisten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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