Direkt zum Inhalt
Kontakt
Teilen

Kontakt

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

News 03.12.2018

Positive soziale Wirkung von KI nutzen

McKinsey-Studie attestiert Künstlicher Intelligenz erhebliche Potenziale zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele

Künstliche Intelligenz hat enormes Potenzial, die großen gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen der Menschheit besser zu bewältigen. In der neuen Studie „Notes from the AI frontier: Applying AI for social good“ hat das McKinsey Global Institute (MGI) untersucht, wie KI im Kampf gegen Hunger und für mehr Gesundheit sowie bei Themen wie Bildung, Sicherheit und Justiz, Gleichstellung und Integration eingesetzt werden kann. Ausgehend von rund 160 gesellschaftlichen und sozialen Anwendungsfällen zeigt die Studie anhand detaillierter Praxisbeispiele, dass KI-Technologien eine weitreichende Verbesserung bei allen 17 UN-Nachhaltigkeitszielen bewirken können. Einige KI-Methoden, vor allem maschinelles Sehen und NLP (Natural Language Processing), sind für die Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen besonders relevant.

„Künstliche Intelligenz ist kein Allheilmittel für die Probleme dieser Welt, aber sie kann erheblich zum Wohl der Gesellschaft beitragen, bestehende soziale Bemühungen erweitern und in einigen Fällen revolutionäre Verbesserungen bewirken“, sagt Peter Breuer, KI-Experte und Seniorpartner im Kölner Büro von McKinsey. „Die größte Herausforderung ist, diese Lösungen weiterzuentwickeln und einsatzreif zu machen,“ so Breuer weiter.

In den vier Bereichen Gesundheit und Hunger, Bildung, Sicherheit und Justiz sowie Gleichstellung und Integration können KI-basierte Lösungen nach den MGI-Analysen besonders hilfreich sein. Allein im Bildungssektor könnten 1,5 Milliarden Schüler von adaptiven Technologien profitieren, die Lerninhalte auf das Niveau jedes einzelnen Schülers anpassen. In der Entwicklungshilfe kann KI mittels niedrig gelegener Sensoren und Smartphones zur Früherkennung von Pflanzenschäden eingesetzt werden, um Kleinstbauern vor Ernteausfällen zu schützen.

Bislang wird erst in einem Drittel der möglichen Anwendungsfälle überhaupt KI eingesetzt. Größte Hindernisse beim Einsatz für soziale Zwecke sind die Themen Datenverfügbarkeit und qualifiziertes Personal. Oft sind Daten, die sich zum Wohl der Gesellschaft einsetzen ließen, in Privatbesitz und stehen deshalb gemeinnützigen Organisationen nicht zur Verfügung. In anderen Fällen sind bürokratische Strukturen dafür verantwortlich, dass Daten, die sozialen Zwecken dienen könnten, unter Verschluss bleiben. Außerdem mangelt es noch an KI-Experten, die in der Lage wären, Modelle für den gesellschaftlichen Sektor zu entwickeln – zumal sie auch in der Wirtschaft hoch gefragt sind. Sowohl im privaten als auch im staatlichen Sektor müssen der Studie zufolge eine Reihe von Akteuren aktiv dazu beitragen, dass Künstliche Intelligenz dem Gemeinwohl dienen kann. Wer Daten erhebe, müsse diese NGOs und anderen, die das Gemeinwohl im Sinn haben, einen besseren Zugriff darauf ermöglichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

Jetzt Wissensvorsprung sichern