Direkt zum Inhalt
Kontakt
Teilen

Kontakt

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

News 04.12.2018

Status quo von eGovernment in der EU

Deutschland liegt im europäischen Mittelfeld

Europäische Regierungen optimieren ihre digitalen Angebote weiter: Bürger und Unternehmen profitieren von zusätzlichen Online-Dienstleistungen, die zunehmend abgestimmt über zentrale Portale und zentrale Anlaufstellen verschiedener Regierungsebenen verfügbar sind. Zudem zeigt sich, dass Wiederverwendbarkeit und Transparenz hinsichtlich personenbezogener Daten entscheidend sind, um allen Bürgern ein effektives wie effizientes eGovernment zu gewährleisten. Zu diesen Ergebnissen kommt das aktuelle eGovernment Benchmark 2018 von Capgemini, das im Auftrag der Europäischen Kommission in Kooperation mit den Partnern Sogeti, IDC und Politecnico di Milano erstellt wurde.

Das diesjährige, inzwischen fünfzehnte eGovernment Benchmark beleuchtet den Status der digitalen Transformation der Regierungen Europas und inwieweit öffentliche Institutionen die notwendigen Weichenstellungen vornehmen, um ihre gemeinsamen eGovernment-Ziele zu erfüllen. Die Studie bezieht dabei Ergebnisse zu Verfügbarkeit und Qualität digitaler Services aus den Vorjahren 2016 und 2017 mit ein. Zu den bewerteten öffentlichen Leistungen zählen unter anderem die Bereiche Umzug, Automobilbesitz und -nutzung, Unternehmensgründung sowie Jobsuche und -verlust. Europas öffentlicher Sektor bietet fortlaufend zusätzliche Leistungen online an: Die Verfügbarkeit stieg innerhalb der vergangenen vier Jahre um 13 Prozentpunkte auf einen Reifegrad von 85 Prozent.

Aufgrund einer verbesserten mobilen Nutzerfreundlichkeit, sind 62 Prozent der Leistungen auch über das Smartphone zugänglich und können jederzeit an jedem Ort genutzt werden. Zudem können Bürger und Unternehmen zunehmend Dokumente digital senden wie erhalten und Papier einsparen – der Indikator „eDokumente“ liegt bei 63 Prozent.

Wann immer personenbezogene Informationen für Anträge oder zur Leistungserbringung herangezogen werden, benötigt der Anwender eine gewisse Kontrolle über die zu verarbeitenden Daten: In der Tallinn-Erklärung von 2017 haben die verantwortlichen Minister der EU- und EFTA-Staaten Prinzipien wie Offenheit und Transparenz bekräftigt und gleichzeitig betont, dass Anwender selbst ihre von staatlichen Behörden genutzten personenbezogenen Daten digital verwalten können sollen. Allerdings wurde diese Ambition bislang nur rudimentär umgesetzt: Der aktuelle Indikator „Transparenz bei personenbezogenen Daten“ liegt bei 54 Prozent.

Marc Reinhardt, Leiter Public Sector bei Capgemini, sieht Deutschland auf einem guten Weg: „Aktuell liegt Deutschland verglichen mit den gesamteuropäischen Ergebnissen weitgehend im Mittelfeld. Allerdings verzeichnen wir eine enorme Dynamik in Bund, Ländern und Kommunen, ausgelöst durch das Online-Zugangsgesetz. Die Umsetzung des Portalverbunds und des Digitalisierungsprogramms des IT Planungsrates lassen erwarten, dass sich die beginnende Aufholjagd gegenüber führenden Staaten in den Ergebnissen der kommenden Jahre widerspiegeln wird. Ein wichtiges Indiz dafür ist die Qualität der deutschen Regierungsvorhaben, die mit 84 Prozent um 10 Prozent besser als der Durchschnitt bewertet wurde.“

Die Executive Summary finden Sie hier. Das Factsheet zu Deutschland finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

Jetzt Wissensvorsprung sichern