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News 05.12.2018

Digitale Assistenzsysteme: Der Mensch im Mittelpunkt

Das interdisziplinäre Projekt „Cognitive Village“ ist abgeschlossen. Weitere Projekte sollen folgen

Ein intelligenter Boden, der Stürze erkennt; smarte Brillen und Armbänder, die die Hausärztin beim Erkennen von Krankheiten unterstützen können; der Freund, der via Videotelefonat Einkäufe für einen erledigt, weil man selbst dazu nicht mehr in der Lage ist: Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes „Cognitive Village – Vernetztes Dorf“ haben Wissenschaftler des Forschungskollegs der Universität Siegen in den vergangenen drei Jahren an und mit zahlreichen technischen Anwendungen gearbeitet, die älteren und kranken Menschen vor allem im ländlichen Raum den Alltag erleichtern sollen.

Das Ziel: Die Verbindung von technologischen, wirtschaftlichen und sozialen Innovationen sowie der Ansatz des participatory design lassen sich illustrieren am Beispiel technischer Assistenzsysteme: Solche Systeme sollen es älteren und kranken Menschen erleichtern, möglichst lange selbstständig und zuhause leben zu können und das auch in ländlichen Regionen ohne dichte Versorgungsinfrastruktur. Das Projekt und die Ergebnisse haben für Aufmerksamkeit gesorgt – auch, weil von Beginn an die potentiellen Nutzer selbst im Mittelpunkt standen und miteinbezogen worden sind.

„Wir haben sehr viel erreicht“, freute sich Projektleiterin Prof. Dr. Claudia Müller zum Abschluss von Cognitive Village und bezog sich damit auf die technologischen Innovationen einerseits sowie die Fortschritte in Sachen Nutzerpartizipation andererseits. „Technikentwicklung kann nicht mehr im Elfenbeinturm stattfinden.“ Sowohl bei den technologischen Innovationen als auch in Sachen Nutzerpartizipation sei in Siegen Pionierarbeit geleistet worden. Elementarer Bestandteil des Projekts war die Zusammenarbeit von WissenschaftlerInnen aus verschiedensten Bereichen wie Wirtschaftsinformatik, Sozialwissenschaften oder Stadtplanung und Partnern aus der Industrie. Dadurch haben sich immer wieder neue Blickwinkel und Möglichkeiten ergeben.

Das Ende von „Cognitive Village“ ist auch der Startschuss für viele Folgeprojekte, wie etwa die transnationale Studie ‚Access‘, die sich mit der digitalen Kompetenz älterer Menschen beschäftigt. Außerdem werden Handlungsempfehlungen an das Bundesministerium für Bildung und Forschung gegeben. Das Ziel ist klar: Der Mensch soll im Mittelpunkt bleiben.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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