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News 27.11.2018

Bürger wünschen sich digitale Services in allen Lebensbereichen

Bitkom-Umfrage zeigt große Erwartungen an eGovernment in Städten und auf dem Land

Die Erwartungen an eine digitale Stadt sind groß, die Realität bisher meist ernüchternd. 64 Prozent der Bundesbürger empfinden ihre Stadt als nicht digital. Nur 30 Prozent bewerten hingegen den Digitalisierungsgrad ihrer Gemeinde als fortgeschritten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Personen. Insgesamt stimmen 79 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass abgehängte Städte und Gemeinden von der Digitalisierung besonders profitieren können. Und 62 Prozent sagen, dass die Digitalisierung eine große Chance bietet, das Leben in der Stadt und auf dem Land lebenswerter zu machen.

Zwei Drittel sagen: Meine Stadt ist nicht digital (Quelle: Bitkom Research 2018)

„Deutschland hat noch einen ziemlich langen Weg zum Smart Country vor sich. Umso wichtiger ist es, jetzt schnell große Schritte zu machen. Die notwendigen Technologien sind vorhanden, aber Bund, Länder und Kommunen setzen sie noch zu selten ein“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für eine bessere Umwelt und weniger Stress im öffentlichen Raum brauchen Städte und Gemeinden das nötige Geld, Know-how und eine enge Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und örtlicher Bevölkerung.“

Im städtischen Raum sehen 74 Prozent der Bürger vor allem in der Entlastung der Verwaltung eine große Chance, da die Prozesse durch die Digitalisierung vereinfacht und beschleunigt werden können. Jeweils jeder Zweite sieht Vorteile in einer Reduzierung der Verkehrsbelastung (57 Prozent) und der Umweltbelastung (47 Prozent).

Im ländlichen Raum werden andere Schwerpunkte gesehen: Oben steht die Hoffnung, dass Gemeinden durch die Digitalisierung für Fachkräfte wie Ärzte oder Informatiker attraktiver werden; 59 Prozent der Menschen in Deutschland stimmen dieser Aussage zu. Weitere Vorteile sieht mehr als die Hälfte darin, dass die Angebote im öffentlichen Nahverkehr verbessert (57 Prozent) und mit der Digitalisierung gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land hergestellt werden können (51 Prozent).

Darüber hinaus haben Bürger auch konkrete Vorstellungen davon, wie das Leben in einer digitalen Stadt aussehen kann. Ganze 94 Prozent der Befragten wollen stärker beteiligt werden. Besonders hoch im Kurs steht die Möglichkeit, konkrete Verbesserungen zur Steigerung der Lebensqualität am Wohnort online vorzuschlagen (74 Prozent). 68 Prozent würden gerne einen Mängelmelder nutzen, um auf Probleme im öffentlichen Raum hinzuweisen. 52 Prozent möchten sich online an Planungs- und Entscheidungsprozessen in der Politik und Verwaltung beteiligen. 47 Prozent würden die Möglichkeit nutzen, in Bürgerhaushalten auf lokaler Ebene Vorschläge zur Verwendung von Steuereinnahmen einzureichen.

Für Verwaltungsvorgänge stehen digitale Dienste besonders hoch im Kurs. 86 Prozent der Bundesbürger möchten etwa Katastrophenwarnungen der Behörden über das Smartphone empfangen. 75 Prozent würden gerne Behörden- und Verwaltungsangelegenheiten über das Internet erledigen, etwa den Wohnsitz ummelden oder Kindergeld beantragen. 66 Prozent wollen sogar per Internet wählen gehen. 33 Prozent würden die eigenen Daten zur Verfügung stellen, damit Behörden darauf zugreifen können.

„Wir müssen das Tempo auf dem Weg zum digitalen Staat erhöhen. Die Menschen wollen nicht mehr auf dem Amt anstehen oder wertvolle Zeit mit Papierkram vergeuden. Ein Blick nach Dänemark zeigt, wie von A bis Z fast alles digitalisiert werden kann und die Verwaltung bürgerfreundlicher wird“, sagt Berg. „Viele der bislang verfügbaren Angebote sind noch unnötig kompliziert. Deutschland braucht eine flächendeckende E-Government-Offensive.“

Weitere Informationen finden Sie hier.

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