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News 12.11.2018

Quantum-Computing in der Life-Science-Branche

Atos, Bayer und die RWTH kooperieren bei Forschung zu Patienten mit Mehrfacherkrankungen

Der IT-Dienstleister Atos, das Life-Science-Unternehmen Bayer und die RWTH Aachen kooperieren beim Quantum-Computing. Sie evaluieren den Einsatz der Technologie bei der Erforschung und Analyse von Krankheitsbildern beim Menschen. Computing- und Life-Science-Experten der drei Organisationen nutzen den weltweit leistungsstärksten Quantensimulator, um mit Hilfe großer Datenbestände die Entwicklung von Mehrfacherkrankungen zu erforschen.

„Quantum-Computing ist eine der aufstrebenden Technologien, die einen tiefgreifenden Einfluss auf die Life-Science-Branche, Gesundheitsdienstleister und natürlich die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten haben werden. Quantum-Computing befindet sich für uns noch in der Anfangsphase. Wir wollen jedoch herausfinden, wie und für welche Bereiche wir die Technologie am besten einsetzen können“, sagt Dirk Schapeler, Vice President G4A Digital Innovation von Bayer.

Das Projekt basiert auf anonymisierten realen Daten von Intensivpatienten und hat das Ziel, Zusammenhänge zwischen Begleiterkrankungen und relevanten Mustern der Krankheitsentwicklung zu analysieren und zu identifizieren. Dieses Konzept ergänzt den Ansatz von klinischen Studien, die sich in der Regel auf eine begrenzte Anzahl von Patienten und gut strukturierte Daten für die Analyse von Krankheitsindikatoren konzentrieren.

„Wir müssen den Gesundheitszustand von Patienten, die mehr als eine Krankheit haben, besser verstehen. Die Atos Quantum Learning Maschine wird uns helfen, die Entwicklung einer Krankheit und die Interaktion mit Begleiterkrankungen zu analysieren“, sagt Dr. Ulf Hengstmann, G4A Digital Health Innovation Manager von Bayer. „Wir wissen bereits, dass Patienten mit spezifischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz mehrere typische Begleiterkrankungen aufweisen können. Jetzt müssen wir verstehen, warum dies so ist und wie es die Therapie beeinflusst.“

Parallel zum Quantum-Computing-Ansatz führt das Joint Research Center for Computational Biomedicine an der RWTH Aachen die Analyse auf einem Hochleistungscomputer durch, um die Genauigkeit und Leistung der Ergebnisse des Quantenexperiments zu bewerten.

Die Herausforderung für die kommenden Jahre besteht darin, Anwendungen zu finden, die auf frühen Quantenprozessoren laufen können. So lässt sich zeigen, dass Quantum-Computing entweder Probleme lösen kann, die herkömmliches Computing nicht bewältigen kann, oder aber beweisen, dass es exponentiell schneller ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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