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News 26.10.2018

Zukunftsbilder: Vernetzte Mobilität im Jahr 2030

Acatech-Projekt „Neue autoMobilität“ veröffentlicht Zwischenbericht

Die Voraussetzungen für ein nachhaltiges Verkehrssystem sind da: Elektromobilität, Automatisierung, Digitalisierung, Vernetzung und innovative Mobilitätskonzepte wie Carsharing legen schon heute den Grundstein für ein zukünftiges Verkehrssystem, das deutlich weniger Ressourcen verbraucht, weniger Raum und sogar Fahrzeuge benötigt und vorhandene Infrastrukturen effizienter nutzt. Die wachsenden Städte werden auf diese Weise entlastet. Mobilitätsbedürfnisse können wesentlich bedarfsgerechter bedient werden, alternde Bevölkerungen in ländlichen Räumen bleiben mobil. Insgesamt kommen Menschen und Güter besser ans Ziel. Wie aber sieht der Weg zu einem solchen neuen Mobilitätssystem aus? Ein aktuell erschienener Zwischenbericht der acatech-Projektgruppe „Neue autoMobilität“ zeigt in sechs Zukunftsbildern, wie das Zusammenspiel verschiedener vernetzter Mobilitätsanwendungen in Zukunft aussehen könnte.

Ein Zielbild und Wege zum automatisierten Straßenverkehr der Zukunft im Jahr 2030 hat die interdisziplinäre Arbeitsgruppe bereits vorgelegt.In der inzwischen zweiten Projektphase „Kooperativer Straßenverkehr und intelligente Verkehrssteuerung für die Mobilität der Zukunft“ untersuchen die Experten das Zusammenspiel neuer Mobilitätstechnologien und -dienstleistungen in einem digital vernetzten Mobilitätssystem. Sie arbeiten dabei mit Vertretern aus Automobil-, Elektro-, Bahn-, Infrastruktur-, Software- und Telekommunikationsindustrie zusammen, um den Wandel des Mobilitätssystems hin zu einer emissionsarmen, automatisierten und digital vernetzten Mobilität zu beschleunigen.

Im heutigen Straßenverkehr ist jeder Fahrer weitgehend auf sich allein gestellt. Verkehrsschilder und Ampeln bringen ein Mindestmaß an Koordination. Handzeichen und Hupen helfen bei unklaren Situationen. Etwas mehr Kooperation bringen allenfalls eingeübte Manöver wie das Einfädeln im Reißverschluss-Verfahren. Vernetzte, miteinander kommunizierende Fahrzeuge dagegen ermöglichen spontane, gemeinsame, koordinierte Fahrmanöver je nach Verkehrslage. Eine intelligente Verkehrssteuerung kann Ampelschaltungen, Beschilderung und individuelle Routen so anpassen, dass jeder schneller ans Ziel kommt. Auf diese Weise wird der Verkehr wesentlich effizienter, ohne dass die Verkehrssicherheit beeinträchtigt wird.

Ein Zukunftsbild setzt beim Pendelverkehr an, der heute Menschen stresst und Anwohner belastet: Pendler stecken viel zu lange im morgendlichen Verkehrsstau in die Stadt, während die stadtauswärts führenden Fahrspuren oft leer sind. Digitale, dynamische Verkehrsbeschilderung könnte zusätzliche Fahrstreifen schaffen, indem sie die Fahrstreifenbreite verengt oder auch stadtauswärts führende Fahrspuren flexibel für den stadteinwärts fließenden Verkehr nutzbar macht.

Die Handlungsfelder sollten in den Augen der Projektgruppe von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam diskutiert und bearbeitet werden. Nur mit einer gemeinsamen Vision einer bedarfsgerechten und zukunftsgewandten Mobilität gelingt der Aufbruch in ein besseres Mobilitätssystem. Mit den Handlungsfeldern steckt die Arbeitsgruppe ihre Themen ab, sie nun vertiefen wird.

Die Publikation finden Sie hier.

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