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News 31.10.2018

Gemeinsame Lernplattform für NRW-Hochschulen

Konzeptionsphase des „NRW-Online-Portals für Studium und Lehre“ startet im Dezember 2018

An den nordrhein-westfälischen Hochschulen wird schon länger darüber nachgedacht, wie zukünftig Studium und Lehre gestaltet werden könnten. Dass sich viele Ideen und Visionen um Onlineangebote drehen, ist nicht verwunderlich. An der RUB haben nun Lehrende, Studierende sowie Vertreterinnen und Vertreter zentraler Einrichtungen in einem von der Prorektorin für Lehre und Weiterbildung verantworteten Prozess eine Digitalisierungsstrategie für Studium und Lehre erarbeitet. Diese umfasst nicht nur Zukunftsziele, sondern setzt auch auf die Verbreitung vieler schon jetzt erfolgreicher Angebote und Projekte im E-Learning. Auch andere Hochschulen machen sich jetzt auf diesen Weg.

Das Land NRW plant nun, dass die Hochschulen ihre jeweiligen Visionen und bestehenden Angebote gemeinsam weiterentwickeln; ein einziges Portal soll zukünftig die digitalen Lehr- und Lernangebote aller NRW-Hochschulen verbinden.

Das Projekt „NRW-Online-Portal für Studium und Lehre“ startet im Dezember 2018 zunächst mit einer einjährigen Konzeptionsphase. Unter Federführung der Ruhr-Universität Bochum nehmen vier Hochschulen daran teil: neben der RUB auch die Hochschule Bochum sowie die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und die Fachhochschule Aachen. Ein Jahr lang wollen sie sondieren und konzipieren, was möglich ist.

Unter anderem geht es um den Austausch von Materialien: An der RUB gibt es sowohl Lernangebote in den Fakultäten als auch die für alle öffentlichen Hochschulen in NRW entwickelten Lernangebote des sogenannten Studiports. Wer sich auf eine Prüfung, zum Beispiel in Mathematik, vorbereitet, findet hier zahlreiche Übungsaufgaben. Noch mehr Übungsaufgaben würde man womöglich an den Mathematikfakultäten in Bonn oder Münster finden. Nur wie kommt man daran? 

Selbst wenn Lehrende bereit wären, ihr Material zu teilen, würde dies die Technik meist gar nicht zulassen oder macht es zumindest kompliziert. Online-Selbstlernangebote sind in der Regel standortbezogen. Studierende anderer Hochschulen kommen ebenso wenig daran wie die Lehrenden. Das Online-Portal für Studium und Lehre soll diesen Austausch ermöglichen, wofür das Material idealerweise unter freie Lizenzen gestellt wird, sogenannte Open Educational Resources.

Es soll aber nicht nur vorhandene Angebote zugänglicher gemacht, sondern auch neue Ideen umgesetzt werden. Dazu könnte beispielsweise ein System zur Erkennung von Plagiaten gehören, das schriftliche Arbeiten untereinander auf Übereinstimmungen abgleichen kann. Ebenso auf der Agenda stehen Prüfungen: Man möchte die Potenziale digitaler Prüfungsformate ausschöpfen und deshalb rechtssichere Infrastrukturen entwickeln. Gemeinsame Beratungsangebote und gemeinsame Softwarenutzung sind weitere Ziele.

Angestoßen wurde die Online-Plattform von der Digitalen Hochschule NRW, einer Kooperationsgemeinschaft von 42 Universitäten, Fach-, Kunst- und Musikhochschulen mit dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Sie wurde 2016 gegründet, um Digitalisierungsaktivitäten der NRW-Hochschulen in Studium und Lehre, Forschung und Kunst sowie Infrastruktur und Management zu vernetzen, zu koordinieren und zu fördern.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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