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News 29.10.2018

Pflege 4.0: Digitalisierung in der Pflege sehen Deutsche als Chance

Bitkom veröffentlicht Zahlen zur Akzeptanz von Assistenzsystemen und Robotern in der Pflege

Die Menschen in Deutschland stehen der Digitalisierung der Pflege aufgeschlossen gegenüber - das zeigt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbandes Bitkom. Vor dem Hintergrund des eklatanten Fachkräftemangels in der Pflege sehen 71 Prozent der Deutschen die Digitalisierung der Pflege als große Chance. 23 Prozent sagen sogar, dass der Pflegekollaps nur vermieden werden kann, wenn die Pflege digitaler wird. Weitere 33 Prozent meinen, dass die Digitalisierung der Pflege zumindest dabei hilft, den Pflegenotstand in Deutschland zu lindern.

54 Prozent der Befragten würden es begrüßen, wenn es zu einem verstärkten Einsatz von digitalen Anwendungen in der Pflege in Deutschland kommt. So sagen jeweils mehr als sieben von zehn Befragten, dass das Pflegepersonal dank digitaler Anwendungen körperlich entlastet werden könnte (71 Prozent) und mehr Zeit für die eigentliche Pflege bliebe (72 Prozent). Als größte Chance sehen 76 Prozent ein länger selbstbestimmtes Leben und Wohnen. 69 Prozent meinen, dass man dank Pflege 4.0 die Sicherheit im Alltag von Pflegebedürftigen erhöhen könnte.
Als größte Probleme werden hingegen Datenschutz und Datensicherheit genannt (57 Prozent). Es folgt die Angst vor einer weniger am Menschen ausgerichteten Pflege (55 Prozent) und vor einer Isolation älterer Menschen (49 Prozent). 47 Prozent meinen außerdem, dass digitale Anwendungen für die Pflege noch nicht marktreif sind.

Roboter werden mit Blick auf die älter werdende Bevölkerung und des eklatanten Fachkräftemangels zur Unterstützung in der Pflege interessant. Sie bereiten Essen zu, helfen bei schwerer körperlicher Arbeit und sorgen für Unterhaltung: Im Pflegesektor können Roboter unterstützen und Aufgaben auch ganz übernehmen.

Danach befragt stehen Menschen in Deutschland digitalen Helfern in der Pflege offen gegenüber. So können sich 41 Prozent vorstellen, zumindest zeitweise von einem Roboter gepflegt zu werden. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 51 Prozent, bei der Generation 65 Plus sind es noch immer 37 Prozent.  Mehr als die Hälfte der Befragten gaben an, dass Pflegeroboter demnächst weit verbreitet sein werden: 57 Prozent gehen davon aus, dass das Pflegepersonal in zehn Jahren bei schwerer körperlicher Arbeit technisch unterstützt wird – etwa durch Roboterarme oder Exoskelette. 45 Prozent meinen, dass im Jahr 2028 der Einsatz von Service-Robotern, etwa zur Zubereitung oder zum Servieren von Essen, weit verbreitet sein wird; bei den 18- bis 29-Jährigen gehen davon sogar 55 Prozent der Befragten aus, bei der Generation 65 Plus sind es 39 Prozent.

Eher skeptisch sehen die Befragten den Einsatz von Kuschel-Robotern, die Emotionen zeigen und Pflegebedürftige auch unterhalten können – deren weite Verbreitung in zehn Jahren sehen lediglich 28 Prozent als wahrscheinlich an.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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