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News 23.10.2018

Grundsatzpapier veröffentlicht: Die Bedeutung von Daten für die Netzsektoren

Bundesnetzagentur analysiert Bedeutung von Daten als Wettbewerbs- und Wirtschaftsfaktor

Die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung von Daten führt auch in den Netzsektoren zu neuen Herausforderungen. Sofern Netzbetreiber exklusiv über bestimmte Daten verfügen, kann es zu Wettbewerbsverzerrungen und Innovationseinschränkungen kommen. Die Bundesnetzagentur analysiert deshalb in einem Grundsatzpapier die Bedeutung von Daten als Wettbewerbs- und Wertschöpfungsfaktor in den klassischen Netzsektoren sowie für neue datenbasierte Geschäftsmodelle, deren Einfluss auf etablierte Marktstrukturen verstärkt zunimmt.

„Die physischen Netzinfrastrukturen in den Bereichen Telekommunikation, Post, Energie und Eisenbahnen werden durch Daten zunehmend smart“, betont Dr. Wilhelm Eschweiler, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, „Big Data Analysen ermöglichen neue, innovative Produkte und Dienstleistungen, wie Smart Home Anwendungen, vernetzte Mobilitätsangebote oder Streaming- und Kommunikationsdienste, die auf den Netzinfrastrukturen aufsetzen.“

Um beispielsweise im Energiesektor datenbasierte Potenziale heben zu können, müssten aus wettbewerblicher Sicht strengere Entflechtungsvorgaben für die integrierten Netzbetreiber erforderlich sein. Weiterhin könnte ein Anspruch der Marktakteure gegenüber den Netzbetreibern auf Veröffentlichung von konkreten Netzdaten dazu beitragen, dass weitere innovative Dienstleistungen im Strommarkt entwickelt werden.

Die Optionen zur Marktsicherung reichen dabei von der Auferlegung von Transparenzverpflichtungen, über die Förderung von Standardisierung und Interoperabilität bis hin zur Etablierung von Zugangsregeln zu Daten(-pools). Die Beurteilung der Eignung bestimmter Abhilfemaßnahmen kann nur anhand der individuellen Marktgegebenheiten des jeweiligen Sektors vorgenommen werden.

„In einem ersten Schritt wollen wir im Rahmen eines Fachdialogs Marktteilnehmer und externe Datenexperten zusammenbringen. Unser Ziel muss es sein, die Informationsgewinnung im Bereich Daten zu verstetigen. Hier sind datenspezifische Marktkonsultationen denkbar, die wiederum Basis für die Entwicklung einer Meldeplattform durch die Bundesnetzagentur sein können“, sagt Eschweiler.

Weitere Informationen sowie die Publikation finden Sie hier.

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