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News 12.10.2018

Realitätsnahe Dienstpläne dank Künstlicher Intelligenz

Software adiuta.PLAN optimiert Dienstpläne in der ambulanten Pflege

Die Organisation von Pflegediensten ist komplex – ein reibungsloser Betrieb erfordert einen hohen planerischen Aufwand. Mit der Software adiuta.PLAN liefert adiutaByte, ein Spin-off-Projekt des Fraunhofer-Instituts für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen, ein Verfahren, das Pläne automatisiert erstellt und dabei in Echtzeit Verkehrs- und Wetterdaten berücksichtigt. Auch Faktoren wie Personalausfälle bezieht die Software dynamisch in die Planung ein. 

Täglich werden in vielen Unternehmen manuell Pläne angefertigt und über den Tag hinweg mit großem Aufwand angepasst. Dies gilt für den Dienstplan im Kranken-haus, für die Flottenplanung bei einem Paketdienstleister, für die Regalbelegungs-planung in einem Warenhaus oder für den Dienstplan in der ambulanten Pflege. Beispielsweise muss der Pflegedienstleiter die anstehenden Aufgaben bestmöglich auf seine Mitarbeiter verteilen. Zwar gibt es bereits Tools am Markt, die ihn bei dieser zeitraubenden Tätigkeit unterstützen. Diese prüfen jedoch lediglich im Nachhinein, ob der Dienstplan umsetzbar ist. Eine Funktion, die den Plan automatisiert erstellt und optimiert, bieten sie nicht.

Die Software adiuta.PLAN soll die komplexen Optimierungsprobleme mit neuen algorithmischen Verfahren lösen und z. B. den Pflegedienstleiter in der täglichen Planung von Pflegerouten und der Zuweisung von Pflegern zu Patienten unterstützen. Branchen wie die Logistik oder das Warehouse-Management profitieren ebenfalls von der Lösung. Teamleiter Dr. Dustin Feld erläutert das Erfolgskonzept von adiuta.PLAN: „Wir kombinieren verschiedene algorithmische Ansätze und beziehen zudem Clusteringverfahren und Methoden der Künstlichen Intelligenz ein. Einzelne klassische Algorithmen oder geschlossene mathematische Modellierung funktionieren nicht, wenn es darum geht, dynamisch auf unvorherseh-bare Vorkommnisse wie Staus, Straßensperren oder Personalausfälle zu reagieren.“

Durch die automatisierte Unterstützung ergeben sich große Verbesserungs- und Einsparpotenziale, sowohl zeitlicher als auch administrativer Art, wie das Forscherteam in Tests mit einem zwanzigköpfigen Pflegedienst der Johanniter nachweisen konnte. »Normalerweise benötigt die Pflegeleitung jeden Morgen zwei Stunden zum Erstellen des Plans für zwanzig Mitarbeiter. Mit unserer Lösung musste lediglich der automatisch erstellte Planvorschlag akzeptiert werden«, so der Informatiker. Auch die Zeiten für An- und Abfahrten der Pfleger verringerten sich um zehn Prozent.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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