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News 09.10.2018

EU-Kommission: 1 Milliarde Euro für europäische Supercomputer

Investition in den Aufbau einer europäischen Hochleistungsrecheninfrastruktur von Weltrang

Supercomputer werden benötigt, um die immer größeren Datenmengen zu verarbeiten. Sie entfalten ihren Nutzen für die Gesellschaft in vielen verschiedenen Bereichen, von der Gesundheitsversorgung und erneuerbaren Energien über die Fahrzeugsicherheit bis hin zur Cybersicherheit. Der Rat der Europäischen Union erließ heute eine Verordnung zur Gründung des Gemeinsamen Unternehmens für europäisches Hochleistungsrechnen (European High Performance Computing, EuroHPC), welches Ressourcen aus 25 europäischen Ländern bündeln wird. Insgesamt werden so 1 Milliarde Euro investiert, die Hälfte davon aus dem EU-Haushalt und die andere Hälfte aus den teilnehmenden EU-Mitgliedstaaten. 

Andrus Ansip, der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Vizepräsident der Kommission, erklärte hierzu: „Daten sind der Rohstoff unserer digitalen Wirtschaft. Wir brauchen Supercomputer, um sie zu verarbeiten, um künstliche Intelligenz zu entwickeln und um Lösungen für komplexe Fragen in Bereichen wie Gesundheit und Sicherheit zu finden. Die meisten Forscher und Unternehmen müssen sich heute die erstklassigen Computer, die sie brauchen, außerhalb Europas beschaffen. Die EU kann sich nicht leisten, hier zurückzufallen. Mit dem EuroHPC werden wir in der Lage sein, zu Hause von der Innovation zu profitieren.“

Das EuroHPC wird im November 2018 gegründet und soll bis Ende 2026 tätig sein. Ziel ist der Aufbau von Hochleistungsrechen- und Dateninfrastrukturen sowie die Unterstützung der diesbezüglichen Forschung und Innovation unter Einbeziehung der Wissenschaftler, der Unternehmen und Branchen. Durch diese Struktur werden öffentliche und private Anwender in Europa einen besseren Zugang zu Hochleistungsrechnern erhalten, was für die Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation unerlässlich ist.

Neben der Wettbewerbsfähigkeit ist die Zusammenarbeit im Rahmen des Unternehmens für die Unabhängigkeit der EU in der Datenwirtschaft von entscheidender Bedeutung, denn die EU-Industrie verbraucht derzeit mehr als 33 % der weltweiten Rechenleistung von Supercomputern, bietet selbst aber nur 5 % davon an. 

Bislang haben die folgenden europäischen Länder ihre Beteiligung an dem gemeinsamen Unternehmen zugesagt: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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