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News 02.10.2018

Exzellenzcluster: Großer Erfolg für NRW

14 Exzellenzcluster an 7 NRW-Universitäten

In der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder zur Stärkung der Spitzenforschung an den Universitäten in Deutschland sind die Entscheidungen über die künftigen Exzellenzcluster gefallen. Die sieben erfolgreichen nordrhein-westfälische Universitäten in Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Münster erhielten dabei einzeln oder im Verbund eine Förderung für 14 Exzellenzcluster; deutschlandweit wurden 57 Exzellenzcluster zur Förderung ausgewählt.

„Dieser außerordentliche Erfolg in der Konkurrenz mit vielen herausragenden Universitäten deutschlandweit zeigt, wie leistungsstark der Forschungsstandort Nordrhein-Westfalen ist“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen, „Die nordrhein-westfälischen Universitäten sind für die Exzellenzstrategie hervorragend aufgestellt.“

Unter den nordrhein-westfälischen Exzellenzclustern stehen die nachfolgenden dem Thema Cyber Physical Systems besonders nah:

  • Das Exzellenzcluster „Casa: Cyber-Sicherheit im Zeitalter großskaliger Angreifer“ beschäftigt sich mit Cyber-Abwehrmaßnahmen gegenüber Angriffen von großkalibrigen, staatlichen oder halbstaatlichen Organisationen. Diese Widersacher sind besonders besorgniserregend, da sie langfristig agieren und über erhebliche technische Fähigkeiten und Ressourcen verfügen. Die Forschung verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, bei dem führende, technisch ausgerichtete Wissenschaftler mit Forschenden aus der Psychologie kooperieren, die das Zusammenspiel von menschlichem Verhalten und IT-Sicherheit untersuchen. Das Casa-Cluster ist am Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum beheimatet.
  • Das Exzellenzcluster „IoP: Internet of Production“ setzt die Arbeit des früheren Exzellenzclusters „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer“ von 2006 fort. Im Cluster sollen anwendungsorientierte und innovative Lösungen im Bereich der Produktionstechnik entwickelt werden. Angefangen von der gesamten Produktentwicklung, bis hin zur schnellen, fehlerfreien Umsetzung von schnell erforderlichen Veränderungen in der Serienproduktion wird domänenübergreifendes Wissen generiert und genutzt. Dieser Ansatz der bedarfsgerechten Datenanalyse und der Anwendung von Algorithmen des maschinellen Lernens birgt großes Potenzial und wichtige Impulse für die gesamte Produktionstechnik. Das IoP-Cluster ist am Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen beheimatet.
  • Das Exzellenzcluster „ML4Q: Materie und Licht für Quanteninformation“ verfolgt das Ziel, neue Computer- und Netzwerkarchitekturen zu schaffen, die auf den Prinzipien der Quantenmechanik beruhen. In Quantenrechnern werden extrem schnelle Prozessoren modular realisiert und miteinander vernetzt. Diese neue Generation von Computern könnte zur Lösung unterschiedlicher Zukunftsherausforderungen beitragen, beispielsweise zur Entwicklung neuer Werkstoffe und Pharmazeutika, der Gewährleistung sicherer Kommunikation oder der Herstellung umweltschonender Düngemittel. Dabei sollen Quantencomputer über Rechen- und Netzwerkleistungen weit jenseits existierender Technologien verfügen. Am ML4Q-Cluster sind die Universitäten Aachen, Bonn und Köln sowie das Forschungszentrum Jülich beteiligt.
  • Das Exzellenzcluster „PhenoRob: Robotik und Phänotypisierung für Nachhaltige Nutzpflanzenproduktion“ soll – trotz begrenzter Nutzflächen – die Pflanzenproduktion erhöhen und gleichzeitig die ökologischen Folgewirkungen verringern. Neue Methoden und Technologien werden Pflanzen beobachten, analysieren, besser verstehen und gezielt behandeln. Dafür werden Felder aus der Luft sowie vom Boden aus überwacht. Computer verarbeiten diese Sensordaten so, dass Roboter automatisch einzelne Pflanzen ansteuern und behandeln können. Am PhenoRob-Cluster sind die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das Fraunhofer IAIS und das Forschungszentrum Jülich beteiligt.

Förderbeginn für die neuen Exzellenzcluster ist der 1. Januar 2019. Die Förderdauer beträgt sieben Jahre, wobei nach einer erfolgreichen Wiederbewerbung eine zweite Förderperiode von ebenfalls sieben Jahren folgen kann. Die 3 bis 10 Millionen Euro Fördersumme pro Cluster werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Bundesland bereitgestellt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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