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News 05.10.2018

Glasfaserstrategie wird Ausbau beschleunigen

BREKO-Breitbandstudie 2018 zum Stand des Breitbandausbaus veröffentlicht

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) hat die von ihm erhobenen Marktdaten zur aktuellen Lage auf dem Telekommunikationsmarkt vorgestellt und seine Breitbandstudie 2018 präsentiert. Als wichtigstes Ergebnis hält der Verband fest, dass der Ausbau mit ultraschnellen Glasfaseranschlüssen bis direkt in die Gebäude (FTTB) oder bis direkt zum Nutzer (FTTH) vor allem durch die mehr als 180 Netzbetreiber des BREKO vorangetrieben wird. 

Die Nachfrage nach Breitbandzugängen ist bei Privat- und Geschäftskunden steigend. Dabei werden 60 Prozent aller 3,9 Millionen auf dem deutschen Markt verfügbaren, direkten Glasfaseranschlüsse von BREKO-Netzbetreibern gestellt; die Deutsche Telekom kann lediglich einen Anteil von 18 Prozent für sich verbuchen.

Bedauerlicherweise hatten die bisherigen Vectoring-Entscheidungen der Bundesnetzagentur und die Vectoring-Strategie der Deutschen Telekom negative Auswirkung: Mehr als zwei Drittel der Investitionen in den Jahren 2015, 2016 und 2017 haben nicht zum Erreichen des damaligen Breitbandziels – 50 MBit/s für alle bis 2018 – beigetragen, sondern zu Überbau geführt. Die Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen mit 50 MBit/s oder mehr hat sich von 2014 bis 2017 um lediglich 6,3 Millionen auf 32,7 Millionen Haushalte erhöht. Stattdessen hat sich im selben Zeitraum die Zahl derjenigen Haushalte um 13,5 Millionen – auf heute 21,25 Millionen Haushalte – erhöht, die zwischen zwei oder mehr Breitbandtechnologien wählen können.

„Die Netzbetreiber unseres Verbands haben mit der klaren Fokussierung auf reine, zukunftssichere Glasfaseranschlüsse zugunsten von Bürgern und Unternehmen genau die richtige Entscheidung getroffen“, kommentiert BREKO-Geschäftsführer Dr. Stephan Albers die aktuellen Zahlen, „Umso positiver sehen wir die Tatsache, dass die neue Bundesregierung nun klar auf den ‚Netzinfrastrukturwechsel zur Glasfaser‘ setzt und im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitband sogar ein Upgrade bislang noch auf Kupfer (Vectoring) basierender Ausbauprojekte auf reine Glasfaseranschlüsse ermöglicht. Mit den richtigen politisch-regulatorischen Rahmenbedingungen wird sich der Glasfaserausbau in Deutschland noch erheblich beschleunigen.“

Die Bandbreiten-Nachfrage wird nach den aktuellen Zahlen des BREKO ebenfalls deutlich steigen: Demnach wird die von Haushalten und Unternehmen durchschnittlich nachgefragte Bandbreite für Downloads im Jahr 2025 bei rund 1 GBit/s liegen. Im Upstream – besonders wichtig unter anderem für Cloud-Anwendungen – werden nun 700 MBit/s erwartet, so dass sich das Verhältnis von Down- zu Upload deutlich in Richtung Symmetrie verschieben wird.

Die Publikation finden Sie hier.

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