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News 05.10.2018

Virtueller Marktplatz für den Datenhandel

Telekom Data Intelligence Hub vereint kostenlose und käufliche Datenquellen für das Machine Learning

Daten sind der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Insbesondere durch das „Internet der Dinge“ erhöht sich der Datenbestand und damit das Angebot an Daten kontinuierlich. Und Daten sind das Futter für Künstliche Intelligenz und andere neue Anwendungen. Aber wie bringt man Angebot und Nachfrage sicher und rechtskonform zusammen? Die Deutsche Telekom bietet mit dem Data Intelligence Hub – kurz: DIH – zu diesem Zweck einen gesicherten, verlässlichen Marktplatz für Datenhandel an.

Beispiel Logistik: Weltweit treffen circa ein Drittel aller Lieferungen später ein als ursprünglich geplant. Lebensmittel zum Beispiel kommen oft verdorben beim Empfänger an. Mit Blick auf die Auslieferung ist bekannt, wo die Sendung wann verladen wurde und wo sie sich aktuell ungefähr befinden müsste. Unbekannt ist, ob, wann, warum und an welcher Stelle sich eine Lieferung verzögert. Solche Daten fehlen in der Prozesskette. Genau diese Informationen jedoch würden es ermöglichen, in Echtzeit gegenzusteuern. Nur so aber können Unternehmen Wartezeiten und Lagerkosten reduzieren und verlässlich planen. Tatsächlich liegen diese Daten an unterschiedlichen Stellen vor. Über den DIH lassen sich die Daten beziehen, analysieren und auf einer einheitlichen Basis mit den eigenen Daten zusammenbringen. 

Der Data Intelligence Hub nimmt eine Schnittstellenfunktion ein, die bisher im Bereich des Datenmanagements fehlte: eine zentrale Plattform und ganzheitliche Marktübersicht über Daten, die frei verfügbar sind oder zum Kauf zur Verfügung stehen. Zugleich werden verschiedene Analysetools zur Verfügung gestellt, um Daten beispielsweise mit Methoden des Machine Learnings zu verarbeiten. So optimieren Unternehmen eigene Prozesse mit am Markt verfügbaren Daten.

Neben öffentlichen Daten bietet beispielsweise das IBM-Unternehmen weather.com diverse Wetterdaten an und die Geomarketing-Beratung Motionlogic bringt fundierte Analysen von Verkehrs- und Bewegungsströmen auf die Plattform. Zusätzlich beraten KPMG, Detecon oder T-Systems Multimedia Solutions Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen.

Der DIH entstand in enger Abstimmung mit der International Data Spaces Association (IDSA), deren Mitglied die Deutsche Telekom ist. Unter Führung des Fraunhofer-Instituts für Software- und Systemtechnik sollen virtuelle Datenräume für einen sicheren Austausch von Daten auch über internationale Grenzen hinweg entstehen. Die Telekom nutzt für den Data Intelligence Hub als erstes Unternehmen die in der IDSA erarbeitete sichere Referenzarchitektur. „Die IDSA-Initiative steht für Datensouveränität, also die Fähigkeit, die Nutzungsregeln der eigenen Daten zu bestimmen und den Daten selbst auch mitzugeben – eine zwingende Voraussetzung für das Funktionieren von Datenmarktplätzen“, sagt Boris Otto, Leiter des Fraunhofer-ISST und Projektleiter des dortigen Forschungsprojekts.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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