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News 26.09.2018

Blockchain für den Mittelstand

Projekt für Blockchain-basierten, unternehmensübergreifenden Datenaustausch in der Supply Chain des technischen Handels

Sobald kleine und mittlere Unternehmen Daten sicher untereinander austauschen wollen, werden sie vor eine große Herausforderung gestellt: Die nötige Infrastruktur fehlt oder ist schlicht zu teuer, es gibt kaum branchenübergreifende Lösungen und teilweise sind die Systeme einzelner Unternehmen nicht miteinander kompatibel. Das hindert häufig vor allem KMU, effektiv an der Digitalisierung teilzunehmen.

Eine Lösung hierfür kann die Blockchain-Technologie sein, da sie kostengünstig, individuell an die Bedürfnisse der KMU anpassbar und trotzdem sicher ist. Der technische Großhändler PIEL wird gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML in einem Pilotprojekt die Grundlagen für dieses wichtige Einsatzgebiet der Blockchain-Technologie in KMU legen. Bei erfolgreichem Proof of Concept ergeben sich zahlreiche Ausroll- und Anschlussmöglichkeiten für den mittelständischen Handel.

Die Blockchain-Technologie ermöglicht die Digitalisierung der gesamten Supply Chain. So wird sie transparent, effizient und bietet den Unternehmen Rechtssicherheit. Durch den Einsatz von Smart Contracts wird es möglich, Verträge in Echtzeit zu schließen und deren aktuellen Status zu validieren. Dabei handelt es sich nicht um Verträge im klassischen Sinne, sondern um Programmcodes, die auf Wenn-Dann-Bedingungen beruhen und vereinbarte Handlungen auslösen. Die hierfür notwendigen Bedingungen werden zuvor von den Partnern verbindlich vereinbart. Durch die Kombination von Smart Contracts mit der Blockchain-Technologie herrscht vollkommene Transparenz über die automatisierten Abläufe und Prozesse können schneller und sicherer ablaufen als bei der Verwendung klassischer Verträge.

PIEL selbst sieht in der Blockchain-Technologie die Chance, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen voranzutreiben und so auch die vollständig digitalisierte Nachbestellung von Ersatzteilen und Verbrauchsmaterialien zu ermöglichen – etwas, das sich die Kunden schon lange wünschen. Die dafür verwendeten automatisierten Transaktionen beschleunigen den Ablauf.

Um PIEL und Andere bei der Einführung der Technologie zu unterstützen, kombiniert das Team des Fraunhofer IML mehrere Maßnahmen: von der Identifizierung sinnvoller Use-Cases für die Entwicklung von Smart Contracts über Machbarkeitsanalysen sowie Kosten-Nutzen-Bewertungen bis hin zur Durchführung von Pilotprojekten für Blockchain-basierte Geschäftsprozesse. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt läuft bis Juni 2019.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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