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News 11.09.2018

Künstliche Intelligenz bringt größere Wachstumseffekte als Dampfmaschine

McKinsey prognostiziert: Deutsches BIP wächst durch KI jährlich um 1,3 Prozent

Wie wirkt sich die Nutzung von KI-Technologien auf die globale Weltwirtschaft aus? Die Studie "Notes from the frontier: Modeling impact of AI on the world economy" des McKinsey Global Institute hat dies untersucht – über Länder und Branchen hinweg. Nach den Prognosen kann Künstliche Intelligenz das globale Bruttoinlandsprodukt bis 2030 jährlich um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte steigern. KI übertrifft somit den jährlichen Wachstumseffekt, den seinerzeit Dampfmaschinen (0,3 Prozent), Industrieroboter (0,4 Prozent) und die Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien (0,6 Prozent) erzielten. Insgesamt ist mit Künstlicher Intelligenz bis 2030 ein zusätzlicher globaler Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 13 Billionen US-Dollar möglich.

Für die Studie wurden die KI-Technologie in fünf Kategorien eingeteilt: Automatische Bilderkennung, natürliche Sprache, virtuelle Assistenten, Roboter-basierte Prozessautomatisierung und fortgeschrittenes maschinelles Lernen. Diese Technologien werden zukünftig von Unternehmen am wahrscheinlichsten eingesetzt: Bis 2030 werden circa 70 Prozent der Unternehmen mindestens eine der genannten KI-Technologien nutzen.

„Unternehmen integrieren künstliche Intelligenz zunehmend in ihre Kernprozesse. Das wirtschaftliche Potenzial ist riesig", erläutert der McKinsey-Seniorpartner Peter Breuer, „KI wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor; dies kann Unterschiede zwischen Unternehmen und Ländern, die diese Technologie einsetzen und jenen, die es nicht tun, vergrößern." Unternehmen, die KI früh implementieren, könnten ihren Cashflow verdoppeln, während die Nachzügler einen Rückgang ihres Cashflows um etwa 20 Prozent gegenüber dem heutigen Niveau verzeichnen müssten.

Zum KI-getriebenen Produktivitätswachstum tragen unterschiedliche Mikro- und Makro-Faktoren bei, etwa die Adaptionsgeschwindigkeit von KI-Technologie durch Unternehmen oder die Arbeitsmarktstruktur eines Landes. Mit einem möglichen zusätzlichen BIP-Wachstum von 1,3 Prozentpunkten liegt Deutschland leicht über dem Durchschnitt und gleichauf mit China, aber hinter den USA (1,5 Prozentpunkte) und Schweden (1,7 Prozentpunkte). Da sich das Produktivitätswachstum tendenziell verlangsamt, sind Länder wie Deutschland, Frankreich oder Kanada besonders gefordert, die Wertschöpfungspotenziale von KI zu nutzen.

Die Publikation finden Sie hier.

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