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News 22.08.2018

Digitales Planen und Bauen: Handlungsempfehlungen veröffentlicht

Ab 2020 sollen alle Infrastrukturprojekte des BMVI mit BIM unterstützt werden

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) plant Milliardeninvestitionen in die deutsche Infrastruktur – sie sollen möglichst effizient genutzt werden. Dazu sollen ab 2020 alle neuen Bauprojekte des BMVI von digitalen Methoden unterstützt werden, um besser planbar und effizienter realisierbar zu sein. Die Arbeitsgemeinschaft Infra-BIM, unter Leitung der Ruhr-Universität Bochum, hat die erste Phase des Stufenplans zur Einführung des digitalen Planens und Bauens begleitet und Handlungsempfehlungen für das weitere Vorgehen veröffentlicht.

Diese Empfehlungen basieren auf den Erkenntnissen aus vier Pilotprojekten, die mit dem sogenannten Building Information Modeling (BIM) umgesetzt und von 2015 bis 2018 wissenschaftlich analysiert wurden. Auf Basis einer Materialsammlung ermittelte und bewertete das Projektteam den nationalen und internationalen Status quo sowie die Anwendung von digitalen Methoden im Infrastrukturbau. Anschließend begleitete die Arbeitsgemeinschaft vier BIM-Pilotprojekte des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur: den Bau des Rastatter Tunnels auf der Bahnstrecke Karlsruhe – Basel und der Filstalbrücke auf der Strecke Wendlingen – Ulm, die Erneuerung der Autobahnbrücke über den Petersdorfer See in Mecklenburg-Vorpommern und den Neubau der Auenbachtalbrücke der Bundesstraße 107 bei Chemnitz. Das Team dokumentierte, wie weit die Umsetzung von BIM in dem jeweiligen Projekt fortgeschritten war.

„Unsere wichtigste Erkenntnis war, dass die Anwendung von digitalen Methoden zur Planung und Ausführung im Infrastrukturbau schon heute möglich ist“, sagt Prof. Dr. Markus König, Leiter des RUB-Lehrstuhls für Informatik im Bauwesen. „Notwendig ist jedoch eine weitere Standardisierung der Abläufe, Informationsanforderungen und des Datenaustauschs.“

Das Bundesverkehrsministerium hat das RUB-Team bereits beauftragt, die Umsetzung des Stufenplans „Digitales Planen und Bauen“ weiterhin zu begleiten. Markus König, der den Plan mit entwickelte, ist stellvertretender Leiter des Projekts BIM-4-Infra 2020, das die Einführung von BIM beim Bau von Bundesfernstraßen und Bundeswasserstraßen vorbereitet. Außerdem leitet die RUB das Projekt BIM-4-Rail, das mit Schienenbauprojekten befasst ist.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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