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News 03.08.2018

Smart Home soll Rettern helfen

Forschungsprojekt möchte Daten und Funktionen von Smart Homes für Einsatzkräfte nutzbar machen

„Die Reanimationsgrenze eines Menschen im Brandrauch liegt bei etwa 15 Minuten – vom Ausbruch des Brandes über die Alarmierung der Feuerwehr, die Anfahrt und die Personensuche bis zum Auffinden des Betroffenen. Insgesamt steht also für die Rettung nur sehr wenig Zeit zur Verfügung“, erklären Torben Sauerland und Christina Schäfer vom Forschungsprojekt „Intelligente Rettung im Smart Home“ – kurz: IRiS – der Universität Paderborn. Das Team stellt sich die Frage, ob Smart Homes helfen können, Leben zu retten.

Daten, die in einem Smart-Home potenziell verfügbar sind, könnten bereits auf der Anfahrt der Einsatzkräfte verwendet werden, um die Erkundungsphase zu verkürzen. Auch nach der Ankunft am Einsatzort könnten die Daten aus einem Smart-Home zu Zeitersparnissen führen und so die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Rettung von Menschen, Tieren und Sachwerten erhöhen. Aktive Steuerelemente an Fenstern und Türen, wie sie teilweise schon heute verbaut sind, könnten genutzt werden, um einsatztaktische Maßnahmen zu ergreifen. Diese Steuerelemente ermöglichen z. B. eine Eingrenzung bzw. Lenkung des Brandrauchs und eine gezielte Türöffnung.

IRiS ist im Oktober 2017 gestartet und hat eine Laufzeit von drei Jahren mit einem Gesamtprojektvolumen von 800.000 Euro. Jetzt präsentierten die Wissenschaftler bereits erste Ergebnisse: Im Rahmen einer Übung mit der Feuerwehr Paderborn und der Kreisleitstelle Paderborn am Smart Home Paderborn untersuchten sie Potenziale für die Nutzung und Anzeige von Sensoren eines Smart Home im Falle eines Wohnungsbrandes. Experten der Feuerwehr konnten basierend auf dieser Übung bereits neue Vorgehensweise bei Einsätzen aufzeigen, die das Forschungsteam der Universität Paderborn weiter ausarbeiten wird.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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