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News 11.07.2018

Arbeit in Zeiten der Digitalisierung: Wer gewinnt - wer verliert?

Studie der UDE zeigt: Personalmangel führt trotz Digitaler Transformation zu Überbelastung

Neue Technik kann die Arbeit erleichtern – oder aber mehr Zeitdruck, Belastung und Kontrolle von oben verursachen. Das Institut Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen hat untersucht, wie sich die Einführung neuer Steuerungssysteme und digitaler Werkzeuge auf die Gesundheit auswirkt und wie verschiedene Beschäftigtengruppen damit umgehen.

„Die Beschäftigten in der Wissensarbeit sind keineswegs immer die ‚Digitalisie-rungsgewinner‘, weil ihnen etwa neue Videokonferenzsysteme und Diensthandys mehr Zeitsouveränität bescheren“, warnt IAQ-Projektleiterin Dr. Anja Gerlmaier. Wie die Fallstudien aus fünf Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie zeigen, gehen unzulängliche Einarbeitungszeiten und zu enge Terminplanungen oft auf die Gesundheit: 28 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen die Arbeit ständig über den Kopf wachse.

Demgegenüber gehören Angelernte nicht wie vermutet zu den „Digitalisierungs-verlierern“. Sie hatten bei der Maschinenbedienung zwar vergleichsweise wenig Gestaltungs- und Zeitspielräume, konnten dafür aber auf hohe soziale Unter-stützung und Kooperation im Kollegenkreis zurückgreifen.

Ein Problem für alle Beschäftigtengruppen sind die knapp bemessenen Personal-decken vieler Unternehmen. Damit steige die Gefahr, sich dauerhaft zu verausgaben; die Zeitreserven, die im Arbeitssystem für Erholung, Qualifizierung und Kooperationsmöglichkeiten vorgesehen sind, können nicht genutzt werden. Gerade angesichts demographischer Umwälzungen und des Fachkräftemangels bestehe hier erheblicher Handlungsbedarf.

Die Untersuchung zeigte allerdings auch, dass die betrieblichen Akteure selbst einen substanziellen Einfluss auf eine gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung haben. Insbesondere, wenn Führungskräfte und Arbeitsschutzbeauftragte hierbei ausreichend kompetent sind, wirkt sich das günstig für die Beschäftigten aus.

Die vollständige Publikation finden Sie hier.

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