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News 10.07.2018

NRWs digitales Ökosystem

ZEW-Metastudie sieht NRW im deutschlandweiten Mittel und zeigt Entwicklungspotenziale auf

Die Dimensionen der digitalen Transformation reichen von der Infrastruktur in Form des Breitbandinternets über Technologien wie Computer und Unternehmens-software bis hin zu neuen Anwendungen wie Big Data, Mobile Apps und Künstliche Intelligenz. Die Einsatzmöglichkeiten in allen Bereichen von Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung bieten vielfältige Chancen, Arbeits- und Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und neue Dienstleistungen zu entwickeln.  

Welchen Status Quo NRW in Sachen Digitale Transformation mittlerweile erreicht, hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim in der „Metastudie zur Bestandsaufnahme des Digitalen Ökosystems NRW“ veröffentlicht und zeigt auf, welche Stärken und Schwächen sowie Chancen und Herausforderungen für das Digitale Ökosystem in Nordrhein-Westfalen bestehen. Die Metastudie bezieht sich dabei auf sechs Schwerpunktthemen:

  • Breitbandausbau und Elektromobilität: Die vollständige Abdeckung des Landes mit Breitbandanschlüssen bis Ende 2018 ist nicht erfüllbar, allerdings liegt der Haushaltsversorgungsgrad deutlich über dem Bundesdurchschnitt.
    Während NRW absolut gesehen über eine vergleichsweise hohe Anzahl an Elektroautos und Ladepunkte verfügt, fällt dieser Wert bezogen auf die Bevölkerungszahl leider deutlich unter den Bundesdurchschnitt.
  • Digitale Bildung, Forschung und Entwicklung: Während Medienbildung in den nordrhein-westfälischen Schulen bisher noch schwach verankert ist, überzeugt das Land durch die hohe Hochschuldichte bei den fertig ausgebildeten MINT-Experten. Die Forschungslandschaft scheint jedoch eher unterdurchschnittlich zu agieren, so lautet das Ergebnis bezogen auf die geringe Zahl von Patentanmeldungen pro Einwohner. Möglicherweise führen aber auch zu geringe FuE-Investionen dazu, dass das Wachstumspotenzial der Digitalisierung nicht voll ausgeschöpft wird.
  • Digitale Verwaltung: International gesehen ist das eGovernment in Deutschland noch unterentwickelt, doch NRW hebt sich durch gute Initiativen positiv von anderen Bundesländern ab. Insgesamt könnten vielversprechende Instrumente wie Servicekonto.NRW, Open.NRW und digitale Modellkommune die digitale Verwaltung in NRW auf ein allgemein höheres Niveau heben.
  • Digitales Gesundheitswesen: Das Thema E-Health ist im oberen Mittelfeld des Bundesvergleichs angesiedelt, gerade der hohe Umsatzanteil der digitalen Gesundheitswirtschaft ist als Chance zu betrachten. Zudem hat NRW die Chancen und Potenziale der Telemedizin erkannt. Deutschland steht insgesamt im Bereich der Digitalisierung des Gesundheitswesens aber noch vor großen Herausforderungen.
  • Digitale Transformation der Wirtschaft: Die Industrie 4.0 hat leider noch nicht ihr volles Potenzial in der traditionell industrielastigen NRW-Wirtschaft entfaltet, doch die industrienahen Dienstleistungen weisen einen hohen Digitalisierungsgrad auf und können weitere Potenziale freisetzen. Industrie 4.0-Technologien bieten große Chancen, allerdings macht der Dienstleistungssektor in NRW mittlerweile 72 Prozent der Wirtschaftsaktivität aus.
  • Die IT-Sicherheit ist nordrhein-westfälische Spitzenkategorie! In den betrachteten Kategorien liegt man fast ausnahmslos und zum Teil bereits sehr deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Die vollständige ZEW-Publikation finden Sie hier, zudem den durch Digital-Minister Prof. Andreas Pinkwart veröffentlichten Entwurf der Digitalstrategie für NRW.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

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