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News 04.06.2018

Löst die Technik gesellschaftliche Probleme?

acatech-TechnikRadar zeigt Einschätzung der Deutschen zur Technik auf

Das TechnikRadar von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften – und der Körber-Stiftung untersucht in einer repräsentativen Studie, was die Deutschen über Technik denken. In Zukunft soll die Erhebung jährlich durchgeführt werden. Das Ergebnis: In Deutschland sind 89,5 Prozent der Bevölkerung davon überzeugt, dass sich der technische Fortschritt nicht aufhalten lässt. Wenngleich der Wandel nach Meinung fast aller Deutschen nicht gestoppt werden kann, fordern 68,7 Prozent, dass die Bürger über die Zukunft umstrittener Techniken mitbestimmen dürfen.

Was das Potenzial von Technik als Problemlöser angeht, sind die Deutschen skeptisch: Nur 24,6 Prozent gehen davon aus, dass sie mehr Probleme löst als sie schafft. 32,9 Prozent erwarten, dass Herausforderungen wie Hunger, Armut und Klimawandel mit technischer Hilfe gelöst werden können. Wenn es um den Nutzen von Technik geht, denken die Befragten zuerst an die Gesellschaft. So sagt mit 73,7 Prozent eine deutliche Mehrheit, dass Technik mit gesellschaftlichen Werten wie Umweltschutz und Gerechtigkeit im Einklang stehen soll. 24,9 Prozent finden technische Neuerungen nur dann gut, wenn sich daraus persönliche Vorteile ergeben.

„Nicht Technik an sich steht für die Deutschen im Mittelpunkt des Interesses, sondern ihre soziale Einbettung – die Ziele, die mit ihr angestrebt werden ebenso wie die Folgen ihres Einsatzes. Zu dieser dringend notwendigen Debatte um den Stellenwert, die Gestaltung und die Regulierung technischer Innovationen will das TechnikRadar zukünftig beitragen“, sagt Lothar Dittmer, Vorstandsvorsitzender der Körber-Stiftung.

Die Digitalisierung und ihre Folgen betrachten die Deutschen mit gemischten Gefühlen: Sie erwarten mit 54,5 Prozent mehrheitlich einen Komfortgewinn, befürchten jedoch zu 60,6 Prozent ebenso, die Hoheit über ihre eigenen Daten zu verlieren. Mit 80,8 Prozent rechnet eine große Mehrheit damit, dass Pflegebedürftige durch den Einsatz von Pflegerobotern weniger menschliche Zuwendung erhalten. 52,9 Prozent befürchten, dass sich dadurch künftig nur noch Wohlhabende von Menschen pflegen lassen können. Noch skeptischer sind die Deutschen beim autonomen Fahren. Nur 18 Prozent stufen selbstfahrende Fahrzeuge als zuverlässig ein. Unter denjenigen, die selbst Auto fahren, sind gerade mal 16,2 Prozent bereit, die Verantwortung vollständig an das Fahrzeug abzugeben. Ähnlich ist die Sorge bei Smart-Home-Technologien: Hier befürchten 67,9 Prozent, dass Internetkriminelle die Wohnung kontrollieren könnten. Nur 8,1 Prozent der Befragten nutzt Lösungen für das intelligente Zuhause.

Vorwiegend besser Gebildete, Personen mit einer technisch-naturwissenschaft-lichen Ausbildung, diejenigen, die sich sozial oberhalb der Mittelschicht einordnen und jüngere Befragte sorgen sich um die Datensicherheit. Grundsätzlich stehen die Jüngeren der Digitalisierung aber positiver gegenüber als Ältere, Männer positiver als Frauen. Besonders ältere Frauen zeigen sich vergleichsweise skeptischer.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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