Direkt zum Inhalt
Kontakt
Teilen

Kontakt

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

News 29.05.2018

Zukunft der Mobilität: autonom, vernetzt und elektrisch

Zwischen Datenschutz und Datenauswertung. Rund 70 Interessierte besuchten internationale Konferenz.

CPS.HUB NRW veranstaltete gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Dortmund die Konferenz „Das nächste Level der Mobilität – Automatisierung, multimodale Services und die Rolle von Daten“. International renommierte Wissenschaftler, darunter Prof. Dr. Fosca Gianotti vom KDD Lab in Pisa und Prof. Dr. Dimitrios Gunopulos von der Universität Athen, diskutierten gemeinsam mit führenden deutschen Wissenschaftlern, darunter Prof. Dr. Katharina Morik von der TU Dortmund, die Frage, wie die Zukunft der Mobilität aussieht.

Die Antwort: autonom, vernetzt und elektrisch. Technisch wird in Zeiten der immer schneller voranschreitenden Digitalisierung immer mehr möglich: Digitale Technologien werden u. a. zur Steuerung von Verkehrsmitteln, Verkehrsinfrastrukturen und Verkehrsflüssen eingesetzt, so dass immer spezifischere, individuellere Angebote gemacht werden können.

Den Konferenz-Auftakt machte Dr.-Ing. Tobias Hesse. Er ist sich sicher: „Automatisierung und Vernetzung sind Schlüsseltechnologien für die Mobilität der Zukunft. Sie sind unabhängig voneinander möglich und nutzbar, aber ihr volles Potential erreichen sie nur gemeinsam." Chancen sieht er vor allem im Bereich der Unfallvermeidung und in der Reduktion von Staus und Emissionen. Die größte Herausforderung bestehe darin, herstellerübergreifende Interaktionsprinzipien zwischen Mensch und autonomen Fahrzeugen zu erarbeiten.

Die international führende Wissenschaftlerin auf dem Gebiet Privacy Preserving Data Mining, Prof. Dr. Fosca Gianotti vom KDD Lab in Pisa, sprach über die Chancen und Risiken von immer besser werdenden Datenauswertungsverfahren. Ihre Forderung: Privacy by design und ein Recht auf Transparenz bei Algorithmen. Die Forschung müsse proaktiv über mögliche Risiken im Bereich der Datenanalyse nachdenken und dem Menschen die Möglichkeit bieten, selbst darüber zu entscheiden, welche Daten er oder sie für was preisgeben möchte. Dabei sei der Schutz der Privatsphäre keinesfalls ein Hemmnis für Innovationen.

Dr. Thomas Liebig von der TU Dortmund stellt anschließend jüngste Überlegungen zur prädiktiven Verkehrslenkung mithilfe von Mobilitätsdaten vor. Er kritisiert: „Bislang entwickeln zahlreiche Städte jeweils Insellösungen, das führt aber nicht zu einer flächendeckenden Lösung unseres Verkehrsproblems."

Begleitet wurde der Vortragsteil der Konferenz durch umfangreiche Praxiseinblicke und eine Ausstellung:

Prof. Dr. Dimitrios Gunopulos (Universität Athen) berichtete über Erfahrungen bei der Bereitstellung von Bürgerdiensten im Mobilitätsumfeld. Dmitri Bogonos (Bochumer Institut für Technologie gGmbH) stellte eine offene Plattform für fortschrittliche Verkehrsprognosen aus heterogenen Daten vor. Wie eine intelligente Verkehrsinfrastruktur für sicheres vernetztes Fahren in der Megacity aussehen kann, stellte Thomas von Schwartzenberg (adesso AG) vor. IoT-Lösungen für Busse, Straßenbahnen und Verkehrsstationen präsentierte Tim Ontrup von der geomobile GmbH. Dr. Michael Krause (Bergische Universität Wuppertal) stellte die Frage, wie die Zukunft der KMU der Automobilzulieferer aussieht und präsentierte erste Ergebnisse einer Studie dazu.

Der 5G-Bus der TU Dortmund war vor Ort und machte die neuen Möglichkeiten der nächsten Mobilfunktechnologie erlebbar. Wissenschaftler der Universität Duisburg-Essen präsentierten ihre Anki Overdrive Bahn – optisch eine Art Carrera-Bahn – mit der der Verkehrsraum für autonome Fahrzeuge leichter erfassbar gemacht werden soll. Schon jetzt fahren Miniatur-Fahrzeuge auf der Anki Overdrive Bahn völlig autonom.

Die bereits zur Veröffentlichung freigegebenen Vorträge der Konferenz finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

Jetzt Wissensvorsprung sichern