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News 13.04.2018

Datenspenden zur Parkinson-Früherkennung

Künstliche Intelligenz erkennt Parkinson-Krankheit anhand von Smartphone-Daten

So wie Blutspenden Leben retten, können Datenspenden zur Früherkennung von Parkinson beitragen. Das Forschungsprojekt »i-PROGNOSIS« des Fraunhofer-Instituts für intelligente Analyse und Informationssysteme  (IAIS) zeigt, welche neuen Möglichkeiten Big Data und Künstliche Intelligenz für die Diagnostik der Parkinson-Krankheit bieten. Die bisher in vier EU-Ländern veröffentlichte „i-PROGNOSIS-App“ hat nach einem Jahr rund 90 GB an Smartphone-Interaktionsdaten gesammelt, auf deren Basis das Fraunhofer IAIS mit den Projektpartnern maschinelle Lernverfahren zur Früherkennung der Krankheit entwickelt. Nun startet die medizinische Auswertung der Algorithmen.

Insgesamt 749 Europäer aus Deutschland, Griechenland, Großbritannien und Portugal haben die zugehörige App bereits heruntergeladen und ihre Zustimmung zur Teilnahme erteilt. Die Forschungsstudie wurde von ethischen Komitees in den vier Ländern genehmigt und zielt darauf ab, Daten zur Interaktion des Nutzers mit dem Smartphone zu sammeln. So können Verhaltensmerkmale, die auf Parkinson hinweisen, extrahiert und maschinelle Lernalgorithmen trainiert werden, um Symptome im Zusammenhang mit der Krankheit zu identifizieren.

Sowohl gesunde ältere Erwachsene als auch Menschen ab 40 in unterschiedlichen Stadien der Parkinson-Erkrankung können an der Studie teilnehmen. Abhängig von den vom Benutzer aktivierten Diensten werden verschiedene Arten von Daten erfasst:

  • Sprachdaten, wenn der Benutzer telefoniert
  • Timing- und Druckdaten, wenn der Benutzer die i-PROGNOSIS-Tastatur verwendet
  • Standortdaten in regelmäßigen Abständen während des Tages
  • Gesichtsausdruck-Daten von Front-Kamera-Fotos
  • Affektive Inhaltsdaten gespeicherter Textnachrichten

    Die erste Auswertung zeigte positive Ergebnisse: Der Zweck der App wurde von den Teilnehmern der Studie als nützlich erachtet. Sie erklärten, die App sei einfach einzurichten und zu verwenden. Einige der Antworten unterstrichen jedoch, wie wichtig die Information und die Aufklärung über den Datenschutz sei.

    Für das zweite Projektjahr stehen umfangreiche Weiterentwicklungen und Aktivitäten an: Ab sofort startet das Projektteam die medizinische Auswertung der Datensätze, die über die App gesammelt wurden. Geplant sind außerdem eine Veröffentlichung der Anwendung in weiteren EU-Ländern und die Entwicklung einer iOS-Version der App: So wird sich die Datenerhebung entsprechend intensivieren. In Arbeit ist außerdem eine neue Untersuchung mit dem Titel „SData-Studie“, die das Potential der App im Hinblick auf die Fähigkeit, frühe Symptome der Parkinson-Krankheit zu erkennen, und die Datenerfassung durch Aufnahme neuer Datenquellen zu erweitern, klinisch bewerten soll.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

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