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News 05.03.2018

Chief Digital Officer: Eine Position mit ständigem Wandel

Kienbaum veröffentlicht CDO-Studie 2018

Während Führungskräfte, die ihren Job besonders gut machen, normalerweise mit mehr Budget und Mitarbeitern oder zusätzlicher Entscheidungsgewalt belohnt werden, macht sich eine andere Berufsgruppe überflüssig, wenn sie erfolgreich arbeitet: die Chief Digital Officers. Eben diese hat die Personal- und Managementberatung Kienbaum zu Profil, Rolle und Kernkompetenzen von CDOs befragt und so lautet ihrer eigene Einschätzung. „Wenn wir unseren Job gut machen, gibt es uns nicht mehr“, sagt zum Beispiel Elke Katz, CDO bei ratiopharm. Und Sport-Scheck-CDO Jan Kegelberg sagt: „Der CDO ist nicht für die Ewigkeit.“ Seine Begründung: „Wir werden so digital sein und so vernetzt denken und arbeiten müssen, dass in fünf oder spätestens zehn Jahren alle Führungspersonen digital denken müssen.“ Bis 2025 muss also jede Führungskraft ein digitales Verständnis mitbringen. 

Eine weitere Kuriosität der CDO-Rolle: CDOs entscheiden häufig selbst, was ihre Aufgaben sind – und sie passen ihre Rolle auch noch kontinuierlich an. Die drei Kernaufgaben eines CDOs sind laut der Kienbaum-Studie: Trendscouting, das Formulieren einer Digitalstrategie und die Digitalisierung interner Prozesse.
„Tatsächlich gehört zu meiner Rolle auch sie festzulegen und stetig weiterzuentwickeln. Stichworte sind Strategie und Struktur, Kultur und last not least Governance. Ich sehe mich als Brückenbauer im Unternehmen. Es geht um eine klare Mission – die Digitalisierung auf die Ebene aller strategischen Geschäftseinheiten herunterzubrechen und dabei alle Mitarbeiter mitzunehmen“, sagt Henrik Hahn, CEO und CDO von Evonik Digital.

Dabei scheint den Digitalchefs das eigene Mindset als besonders erfolgswirksam, die Top-drei Kompetenzen sind die Innovationskraft, die Fähigkeit zur Kollaboration und Veränderungswillen. Weniger wichtig sind hingegen Fähigkeiten wie Kundenzentrierung, Entrepreneurship und das Beherrschen agiler Methoden.
Vom Werdegang her bringen die CDOs in erster Linie langjährige Organisations-erfahrung, ein breites Technologieverständnis und kaufmännische Expertise mit. Was ihren akademischen Hintergrund angeht, hat die Mehrheit der CDOs ein Informatik- oder Ingenieur-Studium absolviert, Wirtschaftswissenschaftler sind hingegen kaum vertreten.

Digital-Chefs nutzen Kooperationen mit Start-ups und digitale Talente als Inspiration und Beschleuniger der digitalen Transformation in ihrem Unternehmen: Rund drei Viertel der von Kienbaum Befragten arbeiten mit Start-ups zusammen, sind finanziell an ihnen beteiligt oder entwickeln sogar neue Produkte und Dienstleistungen mit diesen. „Ich stehe Kooperationen mit Start-ups sehr positiv gegenüber: Ich bin sehr offen durch Start-ups diesen anderen Habitus kennenzulernen – dieses schnelle, unkonventionelle Lernen. Sie bilden einen geschützten Raum außerhalb der eigenen Prozesse und Strukturen“, sagt Yvonne Balzer, Leiterin der Digitaleinheit von Kienbaum.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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