Direkt zum Inhalt
Kontakt
Teilen

Kontakt

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

News 28.02.2018

Green-IT: Das höchste Rechenzentrum der Welt?

Nachhaltiger Betrieb von Serverschränken in Windenergieanalagen

Wie sind erneuerbare Energien und die laufend steigenden Energiebedarfe in Einklang zu bringen? Wie können Windkraftanlagen gestaltet werden, um einen weiteren Nutzen zu erbringen? Wie können Unternehmen steigenden Energiepreisen entgegenwirken? Eine Lösung für diese Herausforderung hat die WestfalenWind IT GmbH in Zusammenarbeit mit dem Software Innovation Campus Paderborn, dem InnoZent OWL e.V., der Innofactory GmbH und der dtm group zur Marktreife gebracht: WindCORES.

Das Projekt zeigt, dass Windenergieanlagen mehr als bloße ökologische Stromerzeuger sein können: WindCORES ist Deutschlands erster Rechenknoten und Datenspeicher in einer Windenergieanlage. Die Verschmelzung von Windenergieanlage mit dem herkömmlichen Leistungsangebot von Rechenzentren ist somit nachhaltig und wirtschaftlich: Produzierter Ökostrom wird ortsnah verwertet, vorhandene Gebäude und Infrastrukturen werden genutzt, anstatt neue gebaut. Firmen wissen genau, wo ihre Daten liegen und ihre Rechenvorgänge stattfinden. Auch können Stromkosten um bis zu 50 Prozent auf 15 Cent pro Kilowattstunde reduziert werden. Zudem erlaubt die hochsichere Integration der IT in Windparks eine nahezu verlustfreie, mehrfache Anbindung an weitere erneuerbare Energieerzeuger und den notwendigen Kommunikationsnetzen.

„Die Uni Paderborn ist dabei unser erster Kunde und wird ungefähr ein halbes Jahr lang einen Testbetrieb durchführen. Da sie stark im Bereich Big-Data-Analyse tätig ist, profitiert die Hochschule entsprechend von den Strompreisen. Die leistungsfähigen Server und Computer nutzen die 10 kW Wärme pro Schrank, die wir abführen können, dann auch tatsächlich aus. Wir profitieren natürlich von den Erfahrungswerten“, erklärt Frithjof Dubberke, Geschäftsführer IT bei WestfalenWIND.

Das Konzept steht gegenwärtig im ostwestfälischen Lichtenau. Dort sind vier feuerbeständige IT-Sicherheitsschränke im Fuß eines 13 Meter breiten und 150 Meter hohen Stahlbetonturm aufgestellt, in denen jeweils Platz für 62 Höheneinheiten ist. Die Daten sind in den IT-Safe-Schränken vor fremdem Zugriff und vor Störungen der elektromagnetischen Verträglichkeit geschützt. Die Betriebszustände der Anlage lassen sich in Echtzeit messen und sämtliche Zugänge zu den Systemen werden beobachtet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

Jetzt Wissensvorsprung sichern