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News 19.02.2018

ENACT: Software für das Internet der Dinge

Forschungsprojekt ermöglicht Einsatz von DevOps für IoT-Projekte

Es soll unsere Mobilität erleichtern, Häuser intelligenter und Fabriken produktiver machen. Die Größe des Internet of Things nimmt stetig zu und bietet neben weitreichenden Möglichkeiten auch viele Herausforderungen – etwa im Umgang mit der Heterogenität und der hohen Anzahl an verbundenen IoT-Systemen, sowie bei der Handhabung einer hoch dynamischen Umgebung von IoT-Systemen. In dem im Januar gestarteten EU-Projekt ENACT entwickeln und erproben die Wissenschaftler der paluno-Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Klaus Pohl an der Universität Duisburg-Essen neue Ansätze zur Entwicklung und Anpassung von IoT-Systemen.

Aktuelle IoT-Anwendungen wie die proaktive Wartung von Maschinen oder das Fitnesstracking per Smartwatch konzentrieren sich hauptsächlich auf die Erfassung und Bündelung von Geräte-Daten in der Cloud. Diese Anwendungen schöpfen allerdings die Möglichkeiten des Internet der Dinge bei Weitem nicht aus. Die IoT-Systeme der nächsten Generation werden kooperieren und aktiv auf ihre Umgebung einwirken. So zum Beispiel in Smart Buildings, in denen Haus- und Medizintechnik gemeinsam für Komfort und Sicherheit sorgen werden – vollkommen autonom auf der Basis der beobachteten Verhaltensweisen der Bewohner.

„Für das Internet der Dinge brauchen wir IoT-Systeme, die sich schnell an wechselnde Situationen anpassen können“, erläutert Dr. Andreas Metzger, der bei paluno die Arbeiten im ENACT-Projekt koordiniert. „Wenn mehrere Systeme dieselbe Umgebungsgröße beeinflussen, z. B. die Raumtemperatur, oder wenn sie dieselbe Ressource verbrauchen, z. B. Treibstoff oder Rechenzeit, müssen die Systeme potentielle Konflikte erkennen und diese möglichst automatisch auflösen“, führt er weiter aus. „Hierzu benötigen wir neue, IoT-taugliche und flexible Entwicklungsansätze.“

Die Projektpartner setzen hier auf den in der Softwareentwicklung bewährten Ansatz DevOps. Allerdings lässt dieser sich nicht einfach auf IoT-Systeme übertragen, weil diese unter anderem besondere Anforderungen an die Datensicherheit und den Schutz der Privatsphäre stellen. Wesentliches Ziel von ENACT ist es daher, den in der Softwareentwicklung bewährten DevOps-Ansatz für die Entwicklung von IoT-Systemen anzupassen und entsprechend zu erweitern. Paluno verantwortet das Arbeitspaket zur automatischen Anpassung der IoT-Systeme an dynamische Betriebssituationen mit Hilfe künstlicher Intelligenz; die internationalen Partner entwickeln und erproben DevOps-Werkzeuge zur Erstellung, Qualitätssicherung und den Betrieb von IoT-Systemen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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