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News 07.02.2018

Cyber-Crime: 70 Prozent der Unternehmen betroffen

BSI veröffentlicht Ergebnisse der Cyber-Sicherheits-Umfrage 2017

Knapp 70 Prozent der Unternehmen und Institutionen in Deutschland sind in den Jahren 2016 und 2017 Opfer von Cyber-Angriffen geworden. In knapp der Hälfte der Fälle waren die Angreifer erfolgreich und konnten sich zum Beispiel Zugang zu IT-Systemen verschaffen, die Funktionsweise von IT-Systemen beeinflussen oder Internet-Auftritte von Firmen manipulieren. Jeder zweite erfolgreiche Angriff führte dabei zu Produktions- oder Betriebsausfällen. Hinzu kamen häufig noch Kosten für die Aufklärung der Vorfälle und die Wiederherstellung der IT-Systeme sowie Reputationsschäden. Dies geht aus der Cyber-Sicherheits-Umfrage 2017 hervor, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) im Rahmen der Allianz für Cyber-Sicherheit durchgeführt hat und an der ca. 900 Unternehmen und Institutionen teilnahmen.

Das Bewusstsein für die Gefahren, die den Betrieben aus dem Cyber-Raum drohen, ist hoch. Rund 92 Prozent der Befragten schätzen die Gefahren aus dem Cyber-Raum als kritisch für die Betriebsfähigkeit ihrer Institution ein. Nur knapp 42 Prozent gehen davon aus, dass der Betrieb im Fall eines Cyber-Angriffs durch Ersatzmaßnahmen aufrechterhalten werden könnte. Als besonders gefährdet gelten Großkonzerne. Zwei von drei befragten Unternehmen gehen davon aus, dass die Risiken durch Cyber-Angriffe zunehmen. Dabei fällt auf, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die Lage weniger kritisch beurteilen als die Großkonzerne: Während fast 74 Prozent der Großkonzerne damit rechnen, dass die Gefahren aus dem Cyber-Raum zunehmen, trifft dies nur auf 62 Prozent der KMU zu.

Entsprechend ihres Gefahrenbewusstseins haben viele Betriebe bereits Cyber-Sicherheitsmaßnahmen eingeleitet. So gaben 89 Prozent an, dass Maßnahmen wie Segmentierung oder die Minimierung von Netzübergängen ergriffen wurden, um die Netze abzusichern. Auch Instrumente zur Abwehr von Schadprogrammen fanden bei 86 Prozent der Unternehmen Anwendung. Dabei kamen sowohl Maßnahmen zur zentralen Detektion, wie etwa Scans am Sicherheitsgateway oder Mailservern, als auch dezentrale Maßnahmen wie Scans auf Client-/Server-Systemen zum Einsatz. Über die bereits umgesetzten Strategien hinaus sind in 71 Prozent der Betriebe weitere Verbesserungen der Cyber-Sicherheit geplant.

Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier.

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