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News 29.01.2018

Freie Bahn mit ZuG

3D-Kameras und KI warnen vor Hindernissen auf Zugstrecken

Wie zuletzt „Friederike“ hinterlassen Stürme immer wieder eine Spur der Verwüstung. Mit mehr als 33.000 Kilometern Streckennetz sind die Verkehrslinien der Deutschen Bahn besonders gefährdet, vor allem umgestürzte Bäume bergen ein hohes Risiko. Um die aufwändige Kontrolle und Instandhaltung der Strecke und umliegenden Vegetation zu verbessern, soll eine Technologie zur 3D-Rekonstruktion und -analyse des Streckennetzes entwickelt werden.

Zurzeit übernimmt der Lokführer beim Fahren noch alleine eine wichtige Sicherheitsfunktion, indem er die Infrastruktur rund um die Gleise beobachtet und Auffälligkeiten an eine koordinierende Stelle weiterleitet. Ziel des Forschungsprojekts „Zustandsüberwachung des Gleisumfeldes“ (ZuG) ist es, künftig die Funktion der Streckenbeobachtung zu automatisieren. Initiiert wurde ZuG von einem Konsortium aus Eisenbahn-Bundesamt (EBA), dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS, der Professur für Schienenfahrzeugtechnik an der Universität Stuttgart, der ASCI-Systemhaus GmbH und der DB RegioNetz Verkehrs GmbH.

Im Rahmen von ZuG liefern auf ein Triebfahrzeug montierte Stereokameras Bilder, die in regelmäßigen Intervallen in 3D-Modelle der Strecke umgewandelt werden. Der Vergleich mit den Daten des Vortages erlaubt es, kurzfristige Veränderungen zu detektieren, die eine hohe oder akute Gefahr darstellen. Der Vergleich mit Vorjahreswerten zeigt längerfristige, aber stetige Veränderungen, die zu Problemen führen können. So sollen Sicherheitsrisiken, zum Beispiel durch umsturzgefährdete Bäume oder Verschiebung einer Böschungsmauer, minimiert werden.

Für die Auswertung der Daten entwickelt das Fraunhofer IAIS eine Bilderkennungssoftware auf Basis von künstlicher Intelligenz, die Abweichungen zwischen den jeweiligen 3D-Modellen automatisch erkennt, einem Objekt zuweist und bewertet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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