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News 05.01.2018

Rechenzentrumsmarkt in Deutschland wächst

Aber: Anteile am Globalmarkt sinken. Wettbewerbsintensität wird in den kommenden Jahren weiter steigen

Rechenzentren sind neben Breitbandnetzen ein zentrales Element digitaler Infrastrukturen und damit eine grundlegende Voraussetzung für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die jüngste Studie „Rechenzentren in Deutschland“ vom Bitkom und dem Borderstep Institut untersucht die wirtschaftliche Bedeutung der Rechenzentren und ihre Wettbewerbssituation.

Das Ergebnis: Der Rechenzentrumsmarkt in Deutschland wächst aktuell deutlich – und liegt damit im internationalen Trend. Die Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur stiegen 2016 um 10 Prozent auf knapp eine Milliarde Euro. In Rechenzentren sind ca. 130.000 Personen vollzeitbeschäftigt, zusätzlich kommen noch etwa 85.000 Personen, deren Arbeitsplätze direkt von Rechenzentren abhängig sind. Fast 60 Prozent der Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland wollen ihr Rechenzentrum in den nächsten Jahren erweitern. „Treiber sind aktuelle Trends wie Cloud-Computing, Industrie 4.0 und Big Data, die größere Rechenzentrumskapazitäten beanspruchen. Auch in den kommenden Jahren stehen die Zeichen auf Wachstum“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Im internationalen Vergleich relativiert sich das positive Bild. Trotz der steigenden Investitionen schrumpfen die Anteile am Globalmarkt. Grund ist eine deutlich dynamischere Entwicklung der Kapazitäten in den USA und in Asien. Während die Serverzahlen in Deutschland im Zeitraum von 2010 bis 2017 um knapp 25 Prozent gestiegen sind, wuchsen diese in den USA im gleichen Zeitraum um fast 60 Prozent. Auch im europäischen Maßstab kann Deutschland nicht mit den Marktführern in Skandinavien und den Niederlanden mithalten. Laut Prognose wird der Anteil der deutschen Rechenzentren am Weltmarkt – gemessen an der IT-Fläche – von 5 Prozent im Jahr 2010 auf 4 Prozent im Jahr 2020 sinken.

Die Wettbewerbsintensität wird der Studie zufolge in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Laut Achim Berg hänge die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands dabei maßgeblich von den Energiekosten ab und auch langwierige Genehmigungsverfahren würden sich hemmend auswirken. Bei den übrigen Standortfaktoren schneidet Deutschland laut Studie dagegen gut bis sehr gut ab: Sicherheit der Stromversorgung, gute Internetanbindung, Datenschutz und Rechtssicherheit.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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