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News 29.11.2017

Bitkom-Umfrage: Agilität wird zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor

42 Prozent der Unternehmen gelten als agile Vorreiter

Zu einem wichtigen Erfolgsfaktor in der Industrie hat sich angesichts von Digitalisierung und Globalisierung die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen entwickelt, die unter dem Stichwort Agilität diskutiert wird. Laut einer repräsentativen Umfrage unter 505 Industrieunternehmen von Bitkom Research im Auftrag des Software-Anbieters Autodesk halten fast zwei von drei Unternehmen (64 Prozent) die Agilität ihrer Organisation für wichtig. Sogar drei von vier Unternehmen (74 Prozent) sagen, dass eine hohe Agilität in der Produktentwicklung wichtig ist. Die Ergebnisse der Studie zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Agilität, Innovationsfähigkeit und dem Digitalisierungsgrad der befragten Unternehmen.

Eine Clusteranalyse der Studienergebnisse hat ergeben, dass 42 Prozent der Befragten als „Vorreiter“ auf dem Weg zum agilen Unternehmen gelten können und 23 Prozent als „Nachzügler“. Ein Vergleich zeigt, dass die Agilitätsvorreiter innovationsfähiger sind, digitale Technologie intensiver nutzen und größeren Wert auf die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter legen. Die im produzierenden Gewerbe wichtigen Industrie-4.0-Anwendungen nutzen beispielweise 45 Prozent der Agilitätsvorreiter, aber nur 31 Prozent der Nachzügler. 32 Prozent der Vorreiter setzen 3D-Druck-Verfahren regelmäßig ein, um physische Prototypen zu erstellen. Unter den Nachzüglern sind es dagegen nur 11 Prozent. Agile Unternehmen haben auch die Kompetenzen ihrer Beschäftigten stärker im Blick: 72 Prozent der Agilitätsvorreiter investieren gezielt in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, um sie fit für die digitale Arbeitswelt zu machen. Unter den Nachzüglern sind es dagegen nur 28 Prozent.

„Eine hohe Agilität erreichen Unternehmen nicht auf Knopfdruck“, sagt Bitkom Research Geschäftsführer Pols, „Auf dem Weg zu einer agilen, anpassungsfähigen Organisation sollten Unternehmen schrittweise ihre Strukturen und Prozesse anpassen.“ Gleichzeitig müssten Mitarbeiter und Führungskräfte eine agile Denkweise verinnerlichen, bei der sie Veränderungen willkommen heißen und nicht als Bedrohung empfinden. Dafür erhalten sie mehr Verantwortung und bessere Qualifizierungsmöglichkeiten. Nicht zuletzt tragen digitale Technologien in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen dazu bei, flexibler und schneller auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Mitarbeitern, Kunden und externen Partnern reagieren zu können.

Insgesamt geben 54 Prozent der befragten Unternehmen an, dass ihre Ablauforganisation für die Konstruktion und das Design von Produkten stark auf ihre Kunden ausgerichtet ist – ein wichtiges Merkmal agiler Strukturen. 52 Prozent setzen dabei auf cross-funktionale Teams, um frühzeitig unterschiedliche Kompetenzen einzubinden. Darüber hinaus arbeiten bereits 43 Prozent der Unternehmen überwiegend mit so genannten inkrementellen Methoden wie Scrum oder Kanban. Dagegen entwickelt ein Viertel (26 Prozent) noch hauptsächlich nach dem gängigen Wasserfallmodell und ein weiteres Viertel nutzt beide Methoden gleich stark.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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