Direkt zum Inhalt
Kontakt
Teilen

Kontakt

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne weiter.

News 27.11.2017

Was kommt nach dem autonomen Fahren?

Sorgen kooperative Fahrassistenzsysteme endlich für staufreien Verkehrsfluss?

Rote Ampeln, Staus und andere Verkehrsverzögerungen – so sieht der Alltag derzeit für viele Autofahrer aus. Doch in Zukunft könnte sich das ändern, denn das autonome Fahren ist auf dem Vormarsch und befindet sich zum Teil bereits im Einsatz. Aber was passiert, wenn autonomes Fahren Normalität geworden ist? Wissenschaftler der Universität Paderborn entwickeln und erforschen kooperative autonome Fahrassistenzsysteme für diese Zukunftsvision.

„Meine Forschung setzt da an, wo autonom fahrende Fahrzeuge bereits Normalität sind“, erklärt Sven Henning vom Heinz-Nixdorf-Institut der Universität Paderborn. Er stellt sich die Frage: Was kommt nach dem autonomen Fahren? Den Fokus legt er dabei auf die Möglichkeiten, Fahrzeugströme zu steuern. Ziel ist die Entwicklung der Grundlagen für ein Fahrassistenzsystem, das kooperatives autonomes Verkehrsmanagement umsetzt. Durch kooperatives Fahrverhalten könne etwa der Verkehrsfluss erhöht und Kraftstoff eingespart werden. Zudem werde unnötiges Abbremsen und Beschleunigen vermieden, was zu einer geringeren Feinstaubbelastung durch Reifenabrieb und Kraftstoffverbrauch führe.

Um diese Vorteile künftig für die Allgemeinheit nutzbar machen zu können, wird der Verkehr in der Verkehrssimulationssoftware SUMO sowie auf Basis von komplexer Mathematik modelliert. Dabei konzentriert man sich auf zwei Szenarien: das autonome Kreuzungsmanagement und die verteilte Verkehrsdichte. Das autonome Kreuzungsmanagement betrachtet den Verkehr mikroskopisch – also einzelne Fahrzeuge, die eine Kreuzung passieren. Die kooperativen Fahrassistenzsysteme ermöglichen ein kollisionsfreies und autonomes Passieren der Kreuzung, ohne dass ein Ampelsystem oder ähnliches notwendig ist.  Auf makroskopischer Verkehrsebene hingegen werden keine einzelnen Fahrzeuge betrachtet, sondern die verteilte Verkehrsdichte. Bei einer gleichmäßigen Verkehrsdichte können Fahrzeuge ihre Wege so planen, dass sie möglichst störungsfrei an ihr Ziel kommen. 

Bisherige Simulationen ergaben ein erfolgsversprechendes Bild für das kooperative autonome Fahren. Mit der Weiterentwicklung seiner Modelle könnte Henning zukünftig den Traum eines jeden Autofahrers wahr werden lassen: stressfreies Reisen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bleiben Sie informiert über die Vielfalt der digitalen Transformation in NRW.

Jetzt Wissensvorsprung sichern