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News 23.11.2017

CO2-Einsparungen durch Digitalisierung vorantreiben

Einsparpotenzial von 288 Millionen Tonnen CO2 bis 2030

Im Zeitraum von 2014 bis 2030 haben IKT-Lösungen das Potenzial, die CO2-Emissionen um 288 Millionen Tonnen zu verringern. Das entspricht mehr als der Hälfte der Einsparziele von bis zu 562 Millionen Tonnen in den Sektoren Energiewirtschaft, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft. Es gilt die enormen Chancen der Digitalisierung für den Klima- und Umweltschutz ganz konsequent zu nutzen. Voraussetzung sei der Ausbau schneller und intelligenter Infrastrukturen, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Große Einsparpotenziale birgt etwa der Verkehrssektor, in dem die CO2-Emissionen durch digitale Technologien um knapp 40 Prozent auf 115 Millionen Tonnen verringert werden können. Intelligente Verkehrsleitsysteme können verstopfte Straßen entlasten, Unfallzahlen verringern und zudem das Klima schonen. In einigen Ländern – zum Beispiel in Singapur – sind Systeme auf Basis von GPS- und Sensorinformationen sowie Kameras bereits Praxis und werden weiter ausgebaut.

Im Energiesektor haben lastvariable und tageszeitabhängige Tarife ein Steuerungspotenzial von bis zu 20 Prozent in Hochlastzeiten – das bedeutet bis zu einem Fünftel weniger Strombedarf aus fossilen Energieträgern und dementsprechend weniger CO2-Emissionen. Dazu meint Berg: „Es kann nicht sein, dass Verbraucher immer den gleichen Strompreis zahlen, egal ob die Sonne scheint und der Wind weht oder nicht. Für smarte Tarife, die auch gut für die Umwelt sind, brauchen wir schnelle und intelligente Energienetze und intelligente Stromzähler.“

Grundlagen dieser vom Digitalverband Bitkom veröffentlichten Angaben zum CO2-Einsparpotenzial in Deutschland sind die Studie #SMARTer2030 der Global e-Sustainability Initiative sowie der World Development Report der World Bank Group.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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